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Es gibt so ein paar Motorräder, die verdienen das Prädikat „zeitlos".....


MO_logo 06/2016

Test Yamaha FJR1300AE

FAZIT von Maik Schwarz:

"Sechs Gänge, weniger Spritverbrauch und damit noch größere Reichweite bei unverändert starker Big-Bike-Performance - so kann die FJR ihre Zielgruppe noch mehr überzeugen. Eine gute KomfortKardan- Alternative zu BM\V ist diese Yamaha schon von Anfang an gewesen, und nun zieht sie auch bei der Ausstattung nahezu gleich. Mit dem grandiosen LED-Kurvenlicht fährt sie derzeit sogar bestens sichtbar auf der Überholspur."

 



Motorrad_Logo 07/2016 MOTORRAD

Test FJR1300AE

FAZIT von Thomas Schmieder:

"Die FJR 1300 bleibt, was sie immer war: ein potenter, schwerer Reisebegleiter. Nun - mit superhellem Licht und endlich vorhandenem sechsten Gang - besser denn je. Mehr Spaß am Sechs: Sauberer und sparsamer ist der Traditionstourer geworden. Wie alle ihre Vorgänger wird man die aktuelle Eff-Jott-Err in guter Erinnerung behalten, weil sie ein zeitlos gutes Gesamtpaket ist. Danke dafür!"


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Gummibereifung.jpg 05/2015

FAHRBERICHT: YAMAHA FJR 1300 AE/AS

läuft und läuft

„Nein, wir reden hier nicht über den Käfer. Wohl aber über ein Motorrad, das immerhin schon 15 Jahre lang gebaut wird - und nach wie vor einer der besten Sporttourer auf dem Planeten ist. Wir sind die Yamaha FJR 1300 in verschiedenen Varianten gefahren - und mit verschiedenen Reifen.2

„Mehr als 16.ooo in Deutschland zugelassene Motorräder dieses Typs sind dort verzeichnet (weltweit rund 1oo.ooo) und es werden noch mehr, denn die FJR wird auch nach 15 Jahren auf dem Markt weiter gebaut und gepflegt.“

„Der Sitzkomfort für den Piloten und den Sozius ist erstklassig, einem höhenverstellbaren Fahrersitz sei Dank haben auch kurzbeinige Piloten sowohl während der Fahrt als auch im Stand Kontrolle über den schweren Japaner. Die zur Modellpflege überarbeitete Vollverkleidung inklusive elektrisch höhenverstellbarer Scheibe bietet perfekten Windschutz. Trotz der vielen Schalter und Hebel empfanden wir die Ergonomie hervorragend, das informative Cockpit, das unter allen Lichtverhältnissen einwandfrei ablesbar ist, tut ein Übriges. In der Summe halten wir die FJR 1300 nach wie vor für einen der besten Sporttourer der Welt.“


Alpentourer.jpg 01/2014

„Yamahas Langstreckler bringt satte 146 PS ans Hinterrad. Auch der Drehmoment von 138 Newtonmetern bei allerdings 7000 U/min
ist nicht von schlechten Eltern.“

„In Sachen Ausstattung setzt dann Yamaha auf das volle Programm. Eine ausgeklügelte Verkleidung mit elektrisch verstellbarer Scheibe hält so ziemlich alle Wetter vom Fahrer fern. Die Sitzbank ist in der Höhe verstellbar, die Koffer sind serienmäßig und - weil gleich mitentwickelt - eng anliegend sowie harmonisch ins Gesamtbild integriert. Neben einer Traktionskontrolle verfügt die FJR1300A auch noch über zwei Fahrmodi, Touring und Sport, einen für Autobahnfahrten überaus nützlichen Tempomat sowie
natürlich ABS.“

„In Sachen Komfort und Langstreckenqualitäten sind sich Herausgeber und Testchef einig. Hier ist die FJR1300A erste Wahl.“

„Ganz entspannt Platz nehmen. Auf der FJR sind beide Mitreisende happy. Ganz entspannt lässt sich vorne wie hinten Platz nehmen. Ob lange Autobahnanreise oder kurzweilige Alpenetappe, den Passagieren dieses Fernschnellzuges ist die Tageskilometerleistung nur selten anzusehen.“


Tourenfahrer-Logo 10/2013

Vergleichstest FJR1300AS

„Wichtiger als die Spitzenleistung ist bei Yamahas dickem Brummer aber die unaufgeregte Kraftentfaltung, mit der sich der Reihenvierer im Lauf der letzten zwölf Jahre viele Freunde gemacht hat. Wummert schon sonor im Standgas und schiebt sich mit mächtig Schmalz durchs ganze Drehzahlband, sobald am Gashahn gespielt wird.“

„Neu an Yamahas Motoren-Urgestein ist neben den beschichteten Zylindern und modifiziertem Ein- und Auslasssystem vor allem die Ride-by-wire-Funktion, also der elektronische Gasgriff, und damit auch die Wahl zwischen zwei Fahrmodi. Wunderbar direkt hängt die FJR im S-Modus am Gas, reagiert spontan aber seidenweich auf Gasbefehle. während der T-Modus indirekter arbeitet, die Leistung sanfter ans Hinterrad schickt.“

„Davon ist in der neuen FJR nichts mehr zu spüren - ähnlich weich und gefühlvoll wie die VFR drückt sich die Yamaha jetzt aus den Startlöchern, schnalzt bei vehementen Startmanövern gar wie ein Katapult nach vorn und lässt die 12 Kilo leichtere Honda locker hinter sich. Blitzschnell und sauber geraten jetzt auch die Schaltvorgänge, egal bei welcher Drehzahl man die Gänge wechselt. Der Grund: Die YCC-S getaufte Halbautomatik ist natürlich mit der neuen Ride-by-wire-Technologie synchronisiert, der Rechner bezieht also auch die Motordrehzahl in den Schaltprozess mit ein. Wird hochgeschaltet, wird für einen Sekundenbruchteil auch die Drehzahl gesenkt, beim Herunterschalten wird sie angehoben. Elektronisches Zwischengas - da flutschen die Gänge nur so rein. Neu ist auch der optional aktivierbare Stop-Modus, der kurz vor Stillstand automatisch bis in den ersten Gang herunterschaltet.“ 


Motorrad_Logo 15/2013

FJR1300AS - Vergleichstest Tourer mit Schalthilfen

„Noch am sanftesten läuft der FJR-Vierzylinder, bei 3000 Touren fast turbinenartig, seidenweich.“
„Ein Vierzylinder zum Verlieben. Das beginnt bereits beim absolut konstant gleichmäßigen Leerlauf. Dumpf, sonor und satt klingt die FJR. Lässig-unaufgeregt, potent. Kräftig schiebt der renovierte, in seinen Grundzügen zwölf Jahre alte Motor ab der 2500er-Marke an.“
„Toll seidig-direkt hängt die Yamaha im S-Modus am E-Gasgriff.“
„Weicher, indirekter, entkoppelter setzt der T-Modus Gasbefehles um. Gut funktioniert die Abstimmung zwischen Drosselklappen, elektrohydraulischen Hilfsmotoren der Kupplung und dem elektromechanischen betätigten FJR-Getriebe. Wohldosiert rückt die Kupplung beim Anfahren ein. Sanft, ganz sanft, rollt der dicke Brummer an.“
„In Fahrt rutschen die Gänge ganz geschmeidig in einander. Das Ride-by-Wire reduziert beim Hochschalten (Zeigefinger/Fuß) die Drehzahl etwas. Und erhöht sie beim  Runterschalten per Daumen oder Fuß. Eine Art Zwischengas, um Übergänge zu glätten. Gangwechsel sollen 30 Prozent schneller ausfallen als bei der bisherigen AS. Etwa 0,2 bis 0,3 Sekunden. Könnte stimmen.“
„Runterschalten funktioniert tadellos. Wärmeliebende Edelkastanien säumen die Zufahrt zur trutzigen Burg Landeck. Beim Ausrollen bis zum Stillstand schaltet die Yamaha von allein bis in den Leerlauf runter. Sofern man zuvor per Knopfdruck den neuen „Stopp-Modus“ aktiviert hat. Sonst hält die FJR sogar den Fünften drin und kuppelt bloß aus.“
„Ein wenig breit sitzt es sich auch auf der eleganten FJR. Aber auch sehr entspannt, aufrecht und erhaben. Bessere Aussicht, toller Landschaftsgenuss. Die Yamaha-Sitzbank ist höhenverstellbar - zwei Zentimeter machen gefühlt einen Riesenunterschied. Sitzkomfort und Ausstattung der FJR setzen die Bestmarken in diesem Trio.“
„…die FJR kann's noch besser Sie ist einfach ein toller Tourer, in der aktuellen AS-Variante besser denn je. Was besonders am elektronisch einstellbaren Fahrwerk liegt. Wir folgen wieder dem Lockruf der Straße. Jede Kurve ist eine Verneigung vor der herrlichen Landschaft. Wunderbar rund und homogen, gut ausgewogen rollt die Yamaha durch die Kurven.“
GRANDIOS, WAS DIE YAMAHA HIER AUFFÄHRT.
210 von 250 möglichen Punkten sind ein Traumwert: Top-Sitzkomfort vorn und hinten, bester Windschutz (elektrisch justierbare Scheibe!), tauglichste Spiegel, hellstes Licht.  Hinzu kommen Luxus-Ausstattung, überragende Reichweite und hochwertigste Verarbeitung.“


Motorrad_Logo13/2013

FJR1300AS - VOLLAUTOMAT 

Yamaha stellt der Basisversion FJR 1300 A nun die AS-Variante zur Seite, die neben einer verbesserten Schaltautomatik erstmals über ein elektrisch einstellbares Fahrwerk verfügt. Ein erster Fahreindruck des elektrifizierten Luxus-Tourers
„Die Basisversion, bei der unter anderem Ride-by-Wire, Traktionskontrolle, Tempomat und wählbare Motorenkennfelder eingeführt wurden, konnte MOTORRAD bereits im Winter testen. Jetzt schieben die Japaner die AS-Version mit verbesserter Automatikschaltung und elektrisch einstellbarem Fahrwerk nach. Wie gehabt wird der Schaltvorgang bei der AS entweder via Fingerwippe links am Lenker oder klassisch über den Fußhebel eingeleitet, wonach elektrohydraulische Hilfsmotoren die Kupplung bedienen, das Getriebe wird mit nach wie vor nur fünf Gangstufen elektromechanisch betätigt. Die Daumentaste der ergonomischer gestalteten Fingerwippe wurde um 4,5 Millimeter verlängert. Der längere Hebel hilft: Schaltmanöver gehen jetzt besser von der Hand. Allerdings muss der Daumen fürs Runterschalten nach wie vor ein gutes Stück ausgefahren werden. Routinierte AS-Treiber werden für Schaltmanöver - egal ob rauf oder runter - also nach wie vor nur den linken Zeigefinger bemühen, denn die Hochschalt-Taste lässt sich noch immer problemlos auch von ihrer Rückseite bedienen. Speziell im Teillastbereich, in dem man die FJR am häufigsten bewegt, arbeitet das System ausgesprochen sanft und blitzschnell. Die neu erlangte Geschmeidigkeit ist dabei auf das Ride-by-Wire zurückzuführen, das beim Hochschalten die Drehzahl leicht reduziert und beim Herunterschalten leicht erhöht, also eine Art Zwischengas. Beim Vorgängermodell war dies alles noch Aufgabe des Fahrers, wollte er einen geschmeidigen Schaltvorgang herbeiführen.“

„Wie bereits erwähnt, wird der Kraftfluss beim Zappen kaum unterbrochen. Dauerte ein Gangwechsel bei der alten AS noch drei Zehntelsekunden, wurde der Vorgang bei der neuen um stattliche 30 Prozent verkürzt. Einzig bei Schaltmanövern unter Volllast wird der Vortrieb ganz leicht unterbrochen. Auch das Schalten über den Fußhebel funktioniert perfekt. Allerdings nutzt man es mit zunehmender AS-Erfahrung immer weniger. Bei sportlichen Tempi kann es allerdings eine Hilfe sein. Apropos sportliche Tempi, die auf der FJR bekanntlich durchaus spaßbringend zu meistern sind: Beim Anbremsen vermisst man anfangs hin und wieder die Möglichkeit, via Kupplung die Bremskraft des Motors unterstützend einzusetzen.“

 „Als sehr willkommenes Update gegenüber der alten AS ist der über einen Knopf an den linken Armaturen aktivierbare Stopp-Modus einzustufen. Dieser schaltet im untersten Geschwindigkeitsbereich ab rund 30 km/h - also zum Beispiel beim Verlangsamen vor einer Ampel - die Gänge sukzessive herunter. Ein wirklich praktisches Feature.“

„Die zweite Exklusivität an der mit einer Upside-down-Gabel (die Basisversion hat eine konventionelle Telegabel) bestückten AS ist das elektrisch einstellbare Fahrwerk. Über den Wippschalter und das intuitiv gestaltete Menü kann der Pilot bei stehendem Bike die Federbasis (vier Stufen) und in Fahrt die Dämpfung (Soft, Standard, Hard) justieren. Im Stand lassen sich zudem Dämpfungseinstellungen vornehmen (von -3 bis +3). Theoretisch ergeben sich so 84 Kombinationen, wobei sämtliche Einstellungen jeweils an Gabel und Federbein kombiniert von Schrittmotoren vorgenommen werden.“

„Die Unterschiede zwischen den Einstellungen sind deutlich spürbar: Im Soft-Modus gedämpft, bügelt die FJR inklusive hochfrequenter Wellen nahezu alles weg und bietet so gerade auf Autobahnetappen oder in der City einen hervorragenden Komfort. Sehr gut getroffen hat Yamaha die Dämpfungsstufe Standard. Sie deckt bei erfrischend klarem Feedback ein erstaunlich breites Einsatzspektrum ab und glänzt dabei mit einem gelungenen Mix aus Handling, Stabilität und Komfort. Die straffere Einstellung Sport verhilft der FJR bei guter Asphaltbeschaffenheit zu noch mehr Kurvendynamik, sie läuft wegen des guten Standard-Setups aber eher unter dem Kapitel "Nice to have".“

Fazit: Für rund 2400 Euro Aufpreis bietet die AS-Variante mit der automatisierten Schaltung und elektrisch einstellbarem Fahrwerk zwei Systeme, die funktionell überzeugen.“


Tourenfahrer-Logo 06/2013

FJR1300A Touren-Test

Im dreizehnten Jahr ihrer Modellgeschichte gehört die Yamaha FJR 1300 zu den erfahrensten Touring-Ladies der Motorradwelt. In ihrer neuesten Version stellt sie unter Beweis, dass auch ein reifer Charakter in jeder Hinsicht begeistern kann. Und ihren eigenen Kopf hat sie ebenfalls behalten.

"Kurzum: Die Neue Yamaha FJR 1300 ist jetzt wieder eine Spur reifer geworden und bringt viele verdammt gute Argumente auf den Tisch. Warum man sie einmal zur Probe fahren sollte. Keine Frage. dass man mit ihr die Welt ebenso sportlich wie komfortabel unter die Räder nehmen kann, zumindest, solange diese Welt asphaltiert ist. Wobei ich in der rauen deutschen Kreisstraßenwirklichkeit bisweilen keinen großen Unterschied zwischen On- und Offroad mehr feststellen konnte. Was ich jetzt nicht allzu schlimm fand. Schließlich wollte ich mit dieser Tour ja nicht Geschichte schreiben. Das jedoch könnte Yamaha mit der neuen FJR gelingen, denn die hat allemal das Zeug dazu, den keineswegs angegrauten Reiseklassiker noch lange im Programm zu halten."


MotorradNews_Logo06/2013

Vergleichstest

„Mit der Präsentation der modellgepflegten FJR 1300 im letzten Herbst ließ sich Yamaha zu einer ungewohnten Feststellung hinreißen: "Die FJR ist so bewährt, beliebt und gut, eine komplette Neukonstruktion hätte nicht viel besser ausfallen können. Deshalb haben wir uns fürs Feintuning entschieden." In den Details hat sich die neue FJR 1300 dann doch deutlich weiterentwickelt, an Motor und Verkleidung etwa gibt es kaum noch Gleichteile zum Vorgänger. Dass die Neue optisch nur so wenig verändert an den Start geht, ist wohl dem Wunsch geschuldet, die zahlreichen Bestands- Fans bei der Stange zu halten. Und ganz nebenbei verringert die optische Konstanz den Wertverlust der älteren Maschinen.“

„Erste Sitzprobe. Die Yamaha gibt sich einladender, vier Zentimeter weniger Sitzhöhe gilt es zu erklimmen. Das kommt kleineren Fahrern sehr entgegen, erleichtert aber auch mittelgroßen Piloten das Rangieren spürbar.“

„Im Ergebnis gibt sich die Yamaha kurvenwillig, selbst auf Serpentinen muss man auf ihr keine Schweißausbrüche befürchten.“

„Erwähnenswert ist, dass die Yamaha bereits über einen Tempomaten verfügt. Auf dünn befahrenen europäischen Autobahnen mit straff kontrolliertem Tempolimit von 130 km/h ist das ein wahrer Segen. Möglich wird der Tempomat durchs Drive-ByWire- System. Die elektronisch betätigten Drosselklappen können ihre Signale ja auch direkt vom Bordrechner bekommen.“

„Einen Pflichttermin in der Werkstatt muss die Yamaha dagegen nur alle 10.000 Kilometer buchen, auch erlaubt ihr großer 25-Liter-Tank Praxisreichweiten von über 400 Kilometern - knallharte Kriterien für echte Tourenfahrer, zweifellos.“


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PS_logo 04/2013

TRAUMSCHIFF

„Dem Traumschiff, wie die neue Yamaha FJ R 1300 von uns liebevoll genannt wird, eilt der Ruf voraus, der sportlichste Tourer zu sein. Somit Grund genug für PS, dieses Rase-Sofa einmal intensiver zu beäugen. Manch ein Leser ist ja vielleicht schon in die Jahre gekommen und möchte sich nicht mehr a la R1 zum Lenker bücken. Möglicherweise schreit auch das Hüftgelenk nach einem Ersatzteil - Gründe, vom Supersportler umzusteigen, gibt es für manche echt viele.“

„Vorurteile sind wohl die größte Hürde, die es zu bewältigen gilt, wenn man auf eine FJR umsteigt. Das Aufsitzen auf das mächtige Bike ist jedenfalls keine. Super easy flutscht man über die flache Hecksilhouette und landet völlig entspannt auf der höhenverstellbaren, angenehm gepolsterten Sitzbank. Sofa - here I come!“

„Und hoppla, wie leise und leicht lässt sich dieser 295 Kilo schwere Koloss (vollgetankt, ohne Koffer) in Schrittgeschwindigkeit bewegen? Die elektronisch gesteuerten Drosselklappen setzen nach dem Überwinden des recht großen Leerwegs jeden Millimeter Dreh am Gasgriff in Vortrieb um, ohne dass dabei der pflegeleichte Kardan auffällt. Allerdings greift die Traktionskontrolle (TCS) bei heftigem Anreißen früh ein - Wheelies und Rutscher werden sofort wirkungsvoll unterbunden.“

„Und wir wollen ja die sportlichen Talente der FJR untersuchen. Also per Tastendruck das TCS abstellen und schon geht die 1300er wie entfesselt. Keine störenden Regelintervalle unterbrechen den Vorwärtsdrang ab dem Drehzahlkeller, der Vierzylinder schiebt mächtig an. Kleine Quersteher sind genauso gewollt wie das Abheben des Vorderrads - unser Sportlerherz beginnt zu pumpen. Nun vermasselt nur noch das zuverlässig, aber ganz schön früh regelnde ABS die Kurvenhatz. Wieder anhalten, Sicherungen des ABS ziehen und Stufe zwei der FJR-Metamorphose genießen. Man muss sagen: geil! Der Koloss wird zum Stier. Durch die satte, tiefe Sitzposition und die giftige Hinterradbremse, sowie dank der nun ungeregelt beißenden Vorderradbremse wird jetzt in jede Kehre hineingedriftet, dass der typische Reisebike-Fan am Parkplatz nur so staunt und schon mit dem Schlimmsten rechnet. Als er unser Spaßgebrüll hört, schlägt seine Sorge um in Wut. Warum denn? Der Kardan verhält sich verblüffend ruckfrei bei den Drifts, fast wie ein Kettenantrieb. Und es werden richtig Meter gemacht! Die Testfahrt wird zum Battle stolzer Gockel, denn eine mitfahrende Honda Fireblade kann der FJR nun nicht mehr locker auf der Standgasdüse folgen. Auch sie muss sich nun strecken, wenn der mächtige 1300er seine gewaltigen Krallen oberhalb von 4000 Touren ausfährt. Enge Kehren lassen sich dank des breiten Lenkers fast spielerisch meistern, der Zwischenspurt zur nächsten Kurve gelingt in Rekordzeit mit sehr leichtem Vorderrad.“

„Handling, Motor und Fahrwerksabstimmung des Luxusdampfers stehen in guter Balance zueinander. Positiv erwähnt sei hier noch das gute Feedback vom Vorderrad. Denn bei forcierter Fahrweise tendiert der Vorderreifen aus der Tourismus-Sparte (Bridgestone BT023) zum Rutschen, was die Gabel eins zu eins an den Piloten rapportiert. Ständiges Korrigieren und Dagegenhalten durch den Fahrer ist dann angesagt. Eben jene Gabel verzeiht sogar ein hartes Aufsetzen des Vorderrads nach missglückten Wheelie-Versuchen.“ „Mittels Knopfdruck fährt etwa die Windschutzscheibe flott auf und ab und der Winddruck am Helm wird vollständig eliminiert. Ebenso schmeicheln die fein einstellbaren Heizgriffe oder das bequeme Sitzpolster dem Körper.“

„Auf der Autobahn spielt die FJR 1300 dann alle Trümpfe aus. Yamahas Flaggschiff schwebt spurstabil über den Asphalt, Brückenschwellen werden einfach weggebügelt und die Vorzüge des Tempomats kommen auf reglementierten Autobahnen sofort zur Geltung. Zwingen nicht körperliche Bedürfnisse zum Stoppen, sind bei behutsamer Fahrweise Nonstop-Trips von bis zu 400 Kilometern drin. Mit so einer Reichweite macht man ordentlich Meter, vor allem auf die Supersportler.“

„In weitem Geläuf kann uns die FJR echt bespaßen - wer hätte das gedacht. Diese Kombination aus Komfort und fettem Schub hat etwas.“

 PS-Urteil

 „Die Yamaha FJR1300 ist ein Motorrad mit zwei Gesichtern. Der Sportler in ihr wird vom fülligen Tourer-Kleid komplett kaschiert. Umso mehr Spaß macht es, auf Passstraßen Supersportler zu ärgern. Allerdings sollte man dazu unbedingt eine sportlichere Bereifung wählen. Der Clou: Man kommt mit dem Dauerbrenner ohne Motorradanhänger sehr entspannt und schnell in das Revier seiner Wahl.“


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Mit der Wahl "Motorrad des Jahres 2013" wurde die größte Leserbefragung der Motorrad-Medienbranche zum 15. Mal in Folge durchgeführt und zwar zeitgleich und nach identischer Methode in neun Ländern. Initiator ist die Motor Presse Stuttgart mit MOTORRAD, Europas größter Motorradzeitschrift.

67.961 Teilnehmer, davon allein 30.245 aus Deutschland, wählten unter 200 kategorisierten Modellen ihren Favoriten.

Pro Kategorie konnte eine Stimme abgegeben werden. Daraus resultieren nicht nur die Klassensieger, sondern auch die einzelnen Markenwertungen.

Besonders freuen wir uns über die Platzierungen in der Kategorie Tourer: Hier konnten die FJR1300A und auch die Marke Yamaha den 2. Platz belegen.


 

Motorradfahrer-Logo 03/2013

 

Yamaha musste die FJR1300A nicht neu erfinden.

Im besten Sinne entpuppt sich die neue als alte Bekannte - freilich mit neuen Eigenschaften, die sie noch viel wertvoller machen.

 

„Tacho 265 km/h! Nur leicht den Kopf in Richtung der flach eingestellten, aber dennoch ordentlich schützenden Verkleidungsscheibe geneigt. Wow! Die FJR1300Amacht auch aus einer schnöden Autobahnfahrt ein positives Erlebnis. Nicht zuletzt, weil sie so schön satt auf der Bahn liegt - selbst mit den 30-Liter-Koffern am Heck. Und ganz gleich, ob die Federelemente nun komfortabel oder sportiv eingestellt sind. Damit steht sie schon mal ganz in der Tradition der Ur-FJR von 2001. Wenn man so will, begründete das Modell damals als stärkster Fulldresser die Kategorie der Power-Luxustourer. Voller Wind- und Wetterschutz, gepaart mit jeder Menge Muskeln. Doch das ist nur eine Facette des vielschichtigen Charakters. Ein Motorrad, das vollen Reisekomfort, flottes Kilometerfressen, Landstraßenspaß und Alltagstauglichkeit unter einen Hut bringen will. Letzteres gelingt ihr dabei allein schon aufgrund der geringen Sitzhöhe von nur 800 mm, die sich über eine simpel zu bedienende Mimik für größere Zeitgenossen im Nu um zwei Zentimeter anheben lässt. Gerade diese flache Gürtellinie war stets ein ganz wesentliches FJR-Merkmal, das bei Fahrern unterschiedlichster Statur übertriebenen Respekt vor dem immerhin 300 Kilo (inklusive Koffer, links 5,8, rechts 5,2 kg) schweren Brummer zerstreute. Klar spürt man beim Rangieren die Masse, doch die liegt angenehm tief unten, kein kippeliges Gefühl vom 25-Liter-Spritbunker vor dem Fahrer. Dazu lässt sich die Fuhre dank des verbesserten Hauptständers auch noch leichter aufbocken. Heimisch und gut aufgehoben fühlt man sich dann bei der »Erstbesteigung« der neuen FJR1300A. Angenehmer Kniewinkel, lockerer Oberkörper - die Lenkerhälften sind auch höhenvariabel - aber mit der nötigen Spannung: nicht dieses wie auf einigen Tourern aufgezwungene Durchhängen mit Rundrücken. Sitzhaltung und Gestühl, jetzt mit neuem Bezug, sind für viele Hundert Kilometer am Tag gut.“

„Der Blick schweift zunächst über das komplett neu und sehr übersichtlich gestaltete Cockpit. Analoge Drehzahlanzeige, großer Digitaltacho mit Zusatzinfos und ein großes Display. Hier lassen sich je nach Gusto fünf individuell einstellbare Anzeigenfelder aufrufen, die von der Außentemperatur über den Spritverbrauch bis hin zur Reichweite informieren. Außerdem können im aufrufbaren Dialogfeld Einstellungen vorgenommen werden, wie etwa die Heizleistung in den drei unterschiedlichen Stufen der Griffheizung. Dabei ist es Yamaha gut gelungen, nicht zu viel in digitalen Menüs zu verpacken und mit exzellent bedienbaren Schaltereinheiten (Menü-Taste und Scroll-Funktion links) zu kombinieren. Da müssen die Finger nicht lange suchen, auch nicht zur Bedienung des serienmäßigen Tempomaten (Einsatzbereich zwischen 50 und 180 km/h). Eine gediegene Weiterentwicklung, wie man sie heute ausstattungsseitig bei einem dicken Tourer erwartet. Gediegenheit strahlt auch die Verkleidungsfront aus, trotz der komplett neuen Gesichtszüge mit optimierter Verkleidung, neuen Scheinwerfern, LED-Technik für Standlicht und Blinker. Die Technik verbessert und dennoch die Identität gewahrt. So machen das auch die Automobilhersteller mit ihren erfolgreichen Baureihen.“

 „Dass dahinter nicht nur Kosmetik steht, spürt der Fahrer nicht erst bei der eingangs geschilderten Hochgeschwindigkeitsfahrt, bei der keine Turbulenzen hinter der Scheibe stören. Das modifizierte Kühlluft-Management sowie die optimierte Über- wie Hinterströmung der Verkleidungs-Scheibe machen sich schon bei Landstraßenfahrt positiv bemerkbar. Der Sog hinter dem deutlich besser abschirmenden Windschutz, der für das Auskühlen des Rückens und Nackens verantwortlich ist, lässt sich über die stufenlos einstellbare Scheibe, deren E-Motor diese nun doppelt so schnell auf- und abfährt, bei einem 1,82 Meter großen Fahrer (höhere Scheibe als Zubehör erhältlich) komplett abstellen. Außerdem halten sich die Windgeräusche in angenehmen Grenzen, und der Fahrer muss die optimale Scheibenhöhe nicht nach jedem Motorstopp neu justieren, weil sie in der vorgewählten Position verbleibt.“

Eine Wuchtbrumme aber im besten Sinne des Wortes

„So geschützt lässt sich das Potenzial des 1300er-Reihenvierzylinders besonders lustvoll auskosten. Eine Wuchtbrumme wie eh und je. Schmalz, zentimeterdick knapp über Standgas aufs Brot gestrichen, favorisiert schaltfaules Fahren. Wobei man vor ganz engen Ecken denn doch mal vom langen - theoretisch bis 271 km/h reichenden fünften Gang in den Vierer wechseln darf, auch wenn sich der Motor ohne Mucken aus diesen Drehzahltiefen hochstampft. Wie gehabt prescht der Four, so der Fahrer die unteren Gangstufen ein wenig kitzelt, energisch Richtung Rot bei 9000Touren. Dabei zeigt er sich nie aggressiv, sodass man die zwei Modi der nun elektronisch »drive by wire« betätigten Drosselklappen, Touring und Sport, alsbald als überflüssig erachtet. Schon wegen der gut arbeitenden Gemischaufbereitung lässt sich der dicke Vierzylinder im spontaner agierenden Sportmodus jederzeit feinfühlig ans Gas nehmen. Da stört noch nicht einmal das vom ersten bis zum vierten Gang spürbare leichte Spiel im Antriebsstrang. Und sollten die Gripverhältnisse doch mal überschätzt werden, hilft die abschaltbare Traktionskontrolle, Schlimmeres zu verhindern. Je nach Interventionsgrad nimmt das System auf Zündung, Drosselklappenstellung und Einspritzung Einfluss. In der Praxis fällt seine Arbeit am ehesten durch die Kontrollleuchte auf und greift eher sanft und nur bei deutlichem Schlupf rigoroser ein.“

Der nominelle Leistungszuwachs lässt sich auf dem Prüfstand nachvollziehen

„Mit den elektronischen Drosselklappen hat man dem dohc-Vierventiler eine widerstandsärmere Sauganlage spendiert. Sie arbeitet auf der Auslassseile mit einer neuen Auspuffanlage zusammen, der zwei statt bisher vier Kats für umweltgerechte Abgaswerte reichen, und sie wartet mit strömungsgünstigeren Schalldämpfern auf. Diese Maßnahmen sind auch der Grund für den leichten nominellen Leistungszuwachs, der sich auf dem Rollenprüfstand nachvollziehen lässt. An der Kupplung traben 138,9 PS bei 8000 (entspricht rund 142 PS an der Kurbelwelle) und 131,2 Nm Drehmoment bei 6600 Touren an. In Anbetracht der geringen Gesamtlaufleistung des Test-Triebwerks von rund 1000 Kilometern ein gesunder Wert. Ein wesentlich länger eingefahrenes Vormodell brachte es auf 137,5 PS beziehungsweise 129,7 Nm. Bessere Wärmeabfuhr versprechen dabei die buchsenlosen, direkt beschichteten Zylinderlaufbahnen des Fours, dessen Kolben reibungsarme Ringe aufweisen. Ans Motorgehäuse etwa zwecks Aufstockung eines sechsten Ganges (Overdrive) hat man sich nicht begeben, was in Anbetracht des Aufwands (neues Gehäuse) und der eh großen Gangspreizung auch nicht zwingend notwendig war. Denn mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,5 Litern auf unserer Normrunde bewegt sich die FJR1300 voll und ganz im Rahmen ihrer Dickschiffkonkurrenz. Wie gewohnt arbeitet das Fünfganggetriebe präzise über kurze Wege, wenngleich nicht lautlos. Vor allem beim Wechsel vom ersten in den zweiten Gang und generell bei Schaltvorgängen in den Drehzahlniederungen gibt die Schaltbox gern mal Laut von sich. Aber da gibt es in der Kardan-Fraktion durchaus wesentlich rüdere Vertreter. Auch auf eine Momentabstützung verzichtet Yamaha entgegen dem allgemeinen Trend. Zu Recht möchte man angesichts der reaktionsarmen Arbeitsweise des Antriebs sagen. Nur auf schroffen Asphaltkanten gibt sich das Heck unter Zug ein wenig rustikal. Und geht's etwas zu zügig mit viel Schräglage ins' Eck, sodass man eventuell im Scheitel das Gas schließen muss, kratzt prompt die Raste. Zeichen für das zwar geringe, aber doch vorhandene »Verhärten« der Hinterhand unter Motorzug und »Einsacken« bei geschlossenem Gasgriff. Im Übrigen zeigt sich die Hinterradfederung von ihrer hochkultivierten Seite und schluckt schön große wie kleine Wellen im Asphalt. Am Federbein weisen die beiden übereinander angeordneten Federn für »Soft« und »Hard« eine deutlich höhere Kennung auf. Zudem sind die variable Zug- und die Druckstufendämpfung straffer ausgelegt. Letzteres gilt in noch stärkerem Maße für die Teleskopgabel mit ihrem nun aus Alu gefertigtem Innenleben, an der jetzt progressive Federn zum Einsatz kommen. Zug- und Druckstufeneinstellung werden nur am rechten Holm vorgesehen, die Federn werden beiderseits vorgespannt. Damit gewinnt die FJR1300A nicht nur im Bereich des Soziuseinsatzes mit Gepäck nachhaltig an Performance. Vielmehr kommen dank der gestrafften Abstimmung und der Einstelloptionen die sportlichen Qualitäten der FJR besser zum Tragen. Als Handling-Wunder geht der Brummer zwar immer noch nicht durch, und, das Aufstellmoment beim Bremsen in Schieflage bleibt ebenfalls bestehen. Aber bei entsprechender Einstellung (siehe Set-up) sind die notwendigen Lenkkräfte bei Kurvenfahrt auf ein Minimum reduziert. Zudem wedelt die 1300er nicht nur viel leichtfüßiger, sondern lässt sich auch energischer in große Schieflagen bringen. Dabei ist es eine Pracht, dem exzellenten Ansprechverhalten der Gabel zuzusehen, selbst auf kleinste Unebenheiten tänzeln die Tauchrohre spielerisch auf und ab.“

 

Kleine, aber elementare Optimierungen entfalten eine große Reichweite

"Dass kleine, aber elementare Optimierungen Wirkung mit großer Reichweite haben können, zeigt sich schließlich bei der Bremsprüfung, auch wenn die Anlage der FJR1300A nicht verändert wurde. Warum auch, schließlich packen die Vierkolben- Festsättel an der Front, bei denen zwei Kolben im rechten Sattel über die Hinterradbremse (Kombifunktion) angesteuert werden, knackig und transparent. Allerdings ist das Regelverhalten des ABS etwas grob. Da aber Einstellung wie Abstimmung der Federung Einfluss darauf haben, wann es eingreift, kommt die neue FJR1300A bei der Messung aus 100 km/h über einen Meter früher zum Stehen als das Vormodell. Dank der üppigeren Ausstattung ist die FJR nicht nur ein besserer Tourer geworden, sie hat auch an Sicherheit und deutlich an Fahrspaß gewonnen. Und der wird einem nicht durch einen drastisch gestiegenen Preis vermiest. Auch eine neue positive Eigenschaft.“

 

Guido Saliger (Chefredakteur Motorradfahrer)

 „Mehr sein als scheinen umschreibt wohl die Überarbeitung der FJR1300A am besten. Sie verzichtet auf Innovationen der Innovationen willen, nach denen keiner gefragt hat. Ein gutes Motorrad, das noch besser geworden ist und auf jeden Fall auf die Probefahrtenliste derer gehört, die sich nach einem neuen Reiseexpress umsehen.“


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Im Test: FJR1300A

 

Erfreulich simpel

„Am linken Griffende genügen immer wenige Klicks um zum gewünschten Feld zu gelangen oder die drei stufigen Heizgriffe einzuregeln. Selbst ohne Blick in die Anleitung waren wir nach 20 Kilometern vollständig orientiert, Tempomat und Windschild werden aber noch klassisch mit eigenen Knöpfen bedient.“

Innere Werte

„Ganz auf die inneren Werte besannen sich auch die Motorentechniker. Die Laufbuchsen der Zylinder bestanden bisher aus klassischem Grauguss, sie wurden ersetzt durch galvanisch beschichtete Alu·Buchsen. Das birgt mehrere Vorteile, unter anderem verbessert sich die Wärmeabfuhr zum Kühlwasser und das Kolbenspiel in den Buchsen kann enger gewählt werden, weil Buchsen und Kolben einen ähnlichen thermischen Ausdehnungskoeffizienten haben. Damit läuft der Motor mechanisch ruhiger, kühler und hat weniger innere Reibung. Was sich dann auch in einem bescheidenen Leistungsplus von 2,7 PS niederschlägt. Wichtiger könnte aber der zu erwartenden Verbrauchsvorteil gegenüber dem Vorgänger sein.“

„Auf unserer durchaus zügigen Testfahrt beschied sich der Bolide mit moderaten 5,7 Litern, wir waren aber auch ausschließlich auf der Landstraße unterwegs.“

Fazit

„Die Vorstellung des aufgefrischten Aggregats ist geprägt von der deutlich verbesserten Geschmeidigkeit des großen Vierzylinders. Nicht dass der Vorgänger für rüde Umgangsformen bekannt gewesen wäre, aber die Neuauflage läuft einfach noch viel schnurriger. Rein mechanisch ist der Fortschritt also schon zu spüren, doch auch die elektronischen Feinheiten des Drive By Wire spielen mit rein. Ganz im Stil der Zeit verfügt die FJR über zwei Fahrmodi, Sport und Tour. Seide Modi liefern dieselbe Voll-Last-Kurve, lediglich die Geschwindigkeit, mit der die Drosselklappe auf Gasbefehle reagiert, ist im Sport-Modus höher.“

 


Motorrad_Logo 26/2012

TEST FJR1300A

„Mit ihrer Mischung aus beachtlicher Leistung und gediegenem Langstreckenkomfort eröffnete die Yamaha FJR 1300 im Tourersegment völlig neue Perspektiven. Über die Jahre stetig gereift, soll auch die jüngste Version diese Erfolgsgeschichte fortschreiben.“

„Zügig große Distanzen zu überbrücken war der FJR schon immer auf den Leibgeschnitten. Seelenruhig zieht die FJR ihre Bahn, rauscht selbst in der Nähe der Topspeed-Region stabil über die Autobahn. Federt lange wie kurze Bodenwellen souverän aus. Eine willkommene Unterstützung beim Bewältigen längerer Etappen erfährt der Pilot vom neuen und kinderleicht bedienbaren Tempomaten. Ab dem dritten Gang einsetzbar, lässt sich das Tempo zwischen 50 und 180 km/h in Zwei-km/h-Schritten festlegen. Der Fahrer braucht nur noch den Ausblick und die breite, gut gepolsterte Sitzbank zu genießen. Und auch die Spiegel gewähren einen ausgezeichneten Blick zurück. Doch nicht nur deshalb residiert der Fahrer auf der Etappe nun deutlich entspannter. Herrschte bislang bei höheren Tempi hinter der Verkleidung ein Unterdruck, der den Fahrer etwas in Richtung Verkleidung sog, ist dieser Kritikpunkt mit der überarbeiteten Verkleidungsnase praktisch abgestellt. Allerdings sollte die elektrisch einstellbare Scheibe dabei in die höchste Position gebracht sein. So ist der Oberkörper klasse  vor dem anstürmenden Wind geschützt. Nur am Helm zupft der Wind, zwar spürbar aber nicht nervig. Wer mehr Windstille braucht, dem bietet das Yamaha-Zubehörprogramm eine höhere Scheibe (240 Euro) und andere nützliche Dinge wie Handprotektoren (207 Euro), ein 39-Liter-Topcase (ab 509 Euro) oder Innentaschen für die serienmäßigen Koffer (96 Euro). Wobei allerdings überschaubare 201 Kilogramm Zuladung Grenzen setzen.“

„Die angepeilte Ausfahrt ist erreicht, Blinker setzen und raus. Trotz beachtlicher Ausmaße wirkt die FJR kompakt, macht Lust auf die kleinen Sträßchen. Denn der Pilot logiert entspannt, aber nicht passiv. Das war ja schon seit jeher das Markenzeichen der FJR, dass sie das Touren durchaus etwas sportlich interpretierte. In der niedrigeren der beiden Sitzbankpositionen wird der Kniewinkel komfortbewussten langbeinigen Piloten vielleicht etwas zu sportlich sein. Doch ist das Ändern der Sitzhöhe durch Umstecken einer Kunststoffkulisse unter der Sitzbank schnell erledigt. Ruck, zuck ist die Sitzbank um 20 Millimeter höher positioniert. Und dann passt‘s auch für Fahrer mit Gardemaß ausgezeichnet.“

„Trotz härterer Federn vorne und hinten und strafferer Dämpfung hat die FJR nichts an Komfort eingebüßt. Die Federelemente könnten auf kurze Stöße zwar etwas sensibler ansprechen. Doch haben grobe Kanten und Flicken kaum eine Chance, ernsthaft durch die wohlig gepolsterte Sitzbank bis zum Fahrerhintern durchzudringen. Selbst beherzt über grob vernachlässigte Asphaltdecken gescheucht, saugt die FJR Bodenunebenheiten förmlich auf. So verlieren sogar zweitklassige Sträßchen ihren Schrecken.“

„Weiter geht's, solange die Herbstsonne noch die Höhenzüge der Schwäbischen Alb vom Nebel freihält. Die kleinen Sträßchen locken. Und die serienmäßigen, in drei Stufen einstellbaren Heizgriffe legen sich tüchtig ins Zeug. Was aber vor allem das Touren trotz wenig einladender Temperaturen zur entspannten Angelegenheit macht, sind die deutlich verbesserten Umgangsformen des überarbeiteten Motors. Vorbei die Zeiten des Gaszugs. Die Drosselklappen werden nun elektronisch gesteuert, neudeutsch: Ride-by-Wire. Zusätzlich modifizierten die Techniker Ansaugtrakt und Auspuff und bestückten die Kolben mit reibungsärmeren Ringen. Außerdem sind die Zylinder nun direkt an das Motorgehäuse angegossen. Geringeres Gewicht, geringfügig mehr Leistung (146 statt 144 PS) und günstigerer Verbrauch sollen das Ergebnis sein. Vor allem aber, und das freut auf den teils verwinkelten und engen Sträßchen der Schwäbischen Alb besonders. geht der fein säuselnde Vierzylinder aus dem Schiebebetrieb heraus sanft und spontan zur Sache, hängt direkt und ruckfrei am Gas. Butterweich vollzieht sich nun nach Rollphasen das erste Öffnen der Drosselklappen, und der Kardan agiert wunderbar reaktionsarm. So soll es sein. Nach wie vor beeindruckend, wie der 1300er schon knapp über Standgasdrehzahl, turbinengleich voranzieht.“

„Neuerdings hält die FJR auch zwei Einspritz-Mappings bereit, „Sport- und Tour". Beide liefern die volle Leistung, doch wird sie im Tour-Modus wesentlich zahmer freigesetzt. lm Grunde eine entbehrliche Option, weil der Big-Block im Sport-Modus keineswegs aggressiv, sondern schlicht direkt und gut dosierbar auf Gasbefehle reagiert. Für widrige Bedingungen ist nun sogar eine Traktionskontrolle an Bord, wie sie auch die Super Ténéré besitzt. Und die hält das Hinterrad beim Beschleunigen auf rutschigem Untergrund mit feinfühligen Regeleingriffen im Zaum. Über den Abgleich der Raddrehzahlen erkennt das System Schlupf und greift entsprechend in den Öffnungswinkel der Drosselklappen, in Benzinzufuhr und Zündzeitpunkt ein. Das funktioniert kaum spürbar und ausgesprochen gut.“

„Zeit für einen Tankstopp, zumal auch die von einer sehr genauen Verbrauchsanzeige flankierte Restreichweiten-Anzeige zum Spritfassen mahnt. Absteigen, Hauptständer runterklappen und - flupp - steht der Brocken. Donnerwetter, das ging ja einfach. Durch eine verbesserte Auslegung des Hauptständers sollen jetzt 30 Prozent weniger Kraft nötig sein. Sagt Yamaha. Und in der Tat. wer eine Cola-Dose aufbekommt, kriegt sicher auch die FJR aufgebockt. Überall merkt man der FJR das Bemühen um größere Funktionalität an. Die Zugstufe an Gabel und Federbein ist per Rändelrad einstellbar, die Verkleidungsscheibe fährt nun blitzschnell hoch oder runter, und das neue Display mit seinen reichhaltigen Informationen und Funktionen lässt sich über zwei Schalter leicht und intuitiv bedienen. Und über einen Handhebel ist hinten die Vorspannung mit einem Griff auf Soziusbetrieb umgestellt.“


ReiseMotorrad Logo 01/2013

Fahrbericht FJR1300A

„Das Konzept stimmt, das Motorrad überzeugt, und Gutes noch besser zu machen, ist keine einfache Aufgabe. Deshalb hat Yamaha die FJRl300 seit ihrem Erscheinen 2001 nur behutsam weiterentwickelt.“

„Der Tourenkomfort auf der FJR1300A ist ausgezeichnet, die Gepäckabteile großzügig bemessen. Optional sind auch ein Topcase mit voluminösen 50 Litern Stauraum und ein höheres Windschild erhältlich.“

„Doch unabhängig davon, in welcher der beiden Motorabstimmungen wir die FJR bewegen, der Vierzylinder hängt unglaublich gut am Gas und stellt über ein sehr breites Drehzahlband mehr als ausreichend Leistung bereit. Geschmeidig beschleunigt die FJR aus den Ecken heraus…“

„Die Abstimmung zwischen Motor und Getriebe ist gut gelungen und dank des üppigen Drehmoments lässt es sich überwiegend schaltfaul fahren. Auf Landstraßen reicht meist die dritte oder vierte Fahrstufe, selten muss in den fünften Gang geschaltet werden.“

„Die FJR trägt eine neue Gabel mit 48-Millimeter-Standrohren. Zudem lässt sie sich mit wenigen Handgriffen, ebenso wie das Zentralfederbein, auf die jeweiligen Erfordernisse oder den persönlichen Fahrstil einstellen. Das funktioniert sehr gut. Obwohl die Grundabstimmung der Yamaha für eine normale Fahrweise völlig ausreichend ist, wird die Dämpfung mit ein paar Klicks an der Gabel und ein paar Umdrehungen am hinteren Federbein spürbar straffer. Damit lässt es sich noch dynamischer durch die Kurven jagen.“

„Erfreulich: Die Armaturen sind nicht mit Knöpfen und Schaltern überfrachtet. Trotzdem kann der Fahrer problemlos alle Funktionen bedienen oder aufrufen. Die Instrumente sind sehr gut ablesbar und zeigen alle notwendigen Information auf den LCD-Displays. Beim Drehzahlmesser setzt Yamaha weiterhin auf ein analoges Rundinstrument. Gut gelöst: Auf der linken Seite der Verkleidung befindet sich ein Handschuhfach mit einer 12-Volt-Bordsteckdose.“

Reisemotorrad Bewertung:
• Kraftvoller, geschmeidiger Motor
• Gut abgestuftes Getriebe
• Ausgezeichneter Windschutz
• Hervorragende Bremsen
• Sehr gut ausbalanciertes Fahrwerk
• Gute Ergonomie und Bedienung
• Großzügige Serienausstattung

Fazit:
"Lange haben wir auf eine neue F]R warten müssen, was nun mit einem konsequent weiterentwickelten Modell belohnt wurde. Zeitgemäße Technik, ein durchdachtes Bedienkonzept und die umfangreiche Serienausstattung machen die FJR zu einer attraktiven Alternative zu den zwei- und dreizylindrigen Konkurrenzmodellen. Mit dem geschmeidigen Vierzylinder und dem gut ausbalancierten Fahrwerk wird die Yamaha in allen Bereichen zu einer angenehmen Tourenbegleiterin."


MotorradNews_Logo 12/2012

Fahrbericht FJR1300A

„Rein äußerlich hat die FJR zwar ihr typisches Gesicht behalten, doch tatsächlich sind (fast) alle Kunststoffteile neu. Die Verkleidung wirkt dynamischer, die geänderten Scheinwerfer gucken grimmiger. Die neuen vorderen LED Blinker sind in die Verkleidung integriert, was die Front geschlossener und weniger zerklüftet wirken lässt.“

„Auch am Antrieb hat sich einiges getan, selbst wenn die Basiseinheit erhalten blieb. Beschichtete Zylinder ersetzen die Graugussbuchsen des Vorgängers. Damit kann das Kolbenspiel enger ausfallen, was die Laufkultur fördert. Zusätzlich verbessert sich die Wärmeabfuhr, was zumindest in der Theorie eine sparsamere Gemischabstimmung möglich macht. Die Gemischbatterie selbst verfügt jetzt über elektronisch angesteuerte Drosselklappen: Der Fahrer betätigt am Gasgriff einen elektrischen Drehwiderstand, anhand dieser Stellgröße öffnet und schließt der Bordrechner dann die Drosselklappen. Auf dieser Plattform bauen die Traktionskontrolle, der Tempomat und das D-Mode-System auf, wobei letzteres das Ansprechverhalten des Gasgriffs bestimmt. Der Fahrer kann wählen zwischen Sport- und Tourmodus, wobei die Spitzenleistung in beiden Einstellungen identisch ist.“

„Drive by Wire und beschichtete Zylinder. Der große Vierer schnurrt wie ein Kater vor der Heizung.“

„Dass dann auch noch Kupplung und Getriebe mit geringen Betätigungskräften und exakten Gangwechseln erfreuen, ist da mehr als nur eine Randnotiz.“

„Das neue, dreiteilige Cockpit sieht modern und funktional aus, dazu gehört auch eine recht simpel gehaltene Menüsteuerung für Fahrmodi, Griffheizung und Cockpitanzeige. Das „Simpel" ist in diesem Zusammenhang durchaus positiv, die Bedienung intuitiv zugänglich und keiner der Kollegen brauchte mehr als 50 Kilometer, um sich im Menü zurechtzufinden.“



 

MO_logo 12/2012

Fahrbericht

„Die Benutzerführung in den Menüs ist den Entwicklern so gut gelungen, dass selbst ich nach den ersten paar Kilometern zumindest die essentielle Bedienerführung intus habe und die Elektronikfrüchte auch ohne Konzentrationsdefizite während der Fahrt ernten kann.“

„Ein direktes und spielarmes Gasgriffgefühl paart sich da mit einer hochtransparenten und lastwechselfreien, dennoch aber kein bisschen schläfrigen Gasannahme.“

„Dabei lebt das Motorerlebnis von seiner mechanischen Ruhe und dem beruhigend niedrigen Drehzahlniveau.“

„Ein feiner, souveräner und durch die Ride-by-Wire Abstimmung ausgesprochen entspannt zu fahrender Motor.“

„Diese FJR ist im Kern immer noch das, was sie bereits vor zehn Jahren war und was bekennende Vielfahrer – Laufleistungen jenseits der 100000-Kilometer-Marke sind bei diesem Motorrad keineswegs selten – tausendfach goutierten: eine vorzügliche, souveräne Tourenmaschine mit modernem Antlitz. Ihr Komfort ist uneingeschränkt langstreckentauglich, die neuen elektronischen Features sind von praktischem Nutzen, der Motor auf modernstem Stand und von souveräner Dynamik.“


Tourenfahrer-Logo 12/2012

Reise(ver)führer FJR1300A - Fahrbericht

„Yamaha hat seinem Großtourer  FJR 1300 A eine umfassende Renovierung angedeihen lassen. Im Mittelpunkt standen dabei ein deutliches Mehr an elektronischen Helferlein und eine neue Verkleidung. Ein erster Fahrbericht zeigt, was es gebracht hat.“

„Auf den ersten Blick schaut die neue FJR von der Seite und hinten betrachtet aus wie die alte. Erst der Blick auf die Front offenbart die Veränderungen, hier ist der Begriff »Facelifting« wirklich angebracht. LED-Positionslichter umfassen den neuen Doppelscheinwerfer, darunter befinden sich in die Verkleidung integrierte LED-Blinker. Das Verkleidungsoberteil besteht nicht mehr aus drei Teilen, sondern ist einteilig ausgeführt und ergibt in Zusammenarbeit mit der neu geformten Scheibe einen wirklich erstklassigen Windschutz. Bei voll ausgefahrener Scheibe empfängt einen 1,75Meter-Fahrer nahezu vollständige Windstille und  Turbulenzfreiheit am gesamten Oberkörper, lediglich an Oberkopf und Taille bemerkt man den Fahrtwind. Der leichte Sog im Nacken verschwindet, wenn die Scheibe wieder zwei Zentimeter hinunterfährt. Beine und Füße sind ebenfalls nahezu zugfrei untergebracht. Die Sitzhaltung zeigt sich unverändert, Fahrer und Beifahrer nehmen immer noch auf einer schön straffen Bank Platz.“

„…zumal die FJR während der ersten Testfahrten auf 550 flott gefahrenen Kilometern keine sechs Liter pro 100 km verbrauchte. Der verstellbare Lenker liegt gewohnt gut zur Hand, und beim Aufbocken kommt man in den Genuss eines neuen Hauptständers, der das Hinstellen des 289-kg-Brockens zum Kinderspiel macht.“

„Die wichtigste Änderung am Motor ist von außen gar nicht zu sehen. In dem Reihenvierer kommen die Zylinder ab sofort ohne eingepresste Laufbuchsen aus. Stattdessen bewegen sich die Kolben mit ihren neuen, reibungsarmen Ringen in hart beschichteten Laufflächen aus einer Alu-Legierung, das führt zu einer besseren Wärmeableitung. Komplett neu kommt die Peripherie der Gemischaufbereitung, Drosselklappengehäuse, Ansaugtrichter, Luftfilter – all das verbessert die Gasannahme, senkt den Spritkonsum und optimiert die Verbrennung. Angenehmer  Nebeneffekt  Nummer eins: Im neu gestalteten Auspuffinneren reichen zwei statt bisher vier Katalysatoren zur Abgasreinigung.  Effekt Nummer zwei: Die renovierte FJR bringt es jetzt auf 146 PS Leistung und 138 Nm Drehmoment, bisher waren es 143,5 PS und 134 Nm.“

„Richtig gravierend sind allerdings die Neuerungen in der Elektronik. Im Mittelpunkt steht dabei das YCC-T (Yamaha Chip Controlled Throttle System). Dieses erfasst in Sekundenbruchteilen die Stellung des Gasdrehgriffs und leitet diese weiter an den Zentralrechner. Der wiederum errechnet den perfekten Öffnungswinkel der Drosselklappen, die ein Servomotor am Drosselklappengehäuse realisiert, so dass der Reihenvierzylinder seine Leistung stets optimal entfalten kann. Die Reaktion des Systems kann der Fahrer zudem über das so genannte D-Mode-System in zwei Stufen variieren. »T« bedeutet eine sanfte Kraftentfaltung, zum Beispiel in der Stadt. Steht der Schalter auf »S«, geht der Motor deutlich spontaner und aktiver ans Werk. Bei den ersten Fahrversuchen erwies sich der »S« Betrieb als passend für alle Gelegenheiten, weil der 1,3Liter-Brummer seine Kraft fein dosierbar und geschmeidig abliefert…“

„Ebenfalls elektronisch geregelt werden die erstmals bei einer FJR eingesetzte abschaltbare Traktionskontrolle und der serienmäßige Tempomat. Der verdient sich ein Sonderlob ob seiner einfachen Bedienbarkeit. Aktivieren: zwei Knöpfe drücken. Schneller oder langsamer werden: Ein Knopfdruck und das gewählte Tempo steigt oder fällt pro Betätigung um zwei km/h. Rückkehr zur ursprünglichen Geschwindigkeit, wenn der Tempomat unterbrochen werden musste: ein Knopfdruck. All das lässt sich gut über die Kontrolleinheit am linken Lenker regeln, ebenso die Griffheizung, die Höhe des Windschildes und die insgesamt neun Angaben im Multifunktionsdisplay. Die reichen von Tages- und Gesamtkilometer über Außentemperatur und Fahrzeit bis zu Restreichweile, Momentan- und Durchschnittsverbrauch.“

„Die elektronischen Helferlein haben also dem FJR-Motor durchaus gutgetan, ohne seine Grundtugenden zu verwässern.“

„Während der Rahmen der großen Yamaha unangetastet blieb, arbeiten Gabel und Federbein im neuen Jahrgang mit höherer Federrate und Dämpfungskraft. Tatsächlich bietet die 1300er einen feinen Kompromiss aus gewünschtem Komfort und gebotener Härte. Die Federelemente sprechen sensibel an und geben klare Rückmeldung über den Straßenzustand.“

„Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass die Produktentwickler ihre Ziele erreicht haben. Die 2013er-FJR präsentiert sich weiterhin als angenehm zu fahrendes Reisemobil, das auf langen Autobahnetappen eine ebenso gute Figur abgibt wie auf kurvigen Strecken im Zielgebiet.“


Motorrad_Logo 23/2012

Die neue FJR1300A - Erster Fahrbericht

Was ist neu?
• Ride-by-Wire (YCC-T)
• Traktionskontrolle (TCS)
• Tempomat
• Zwei Fahrmodi (Sport und Touring)
• Mehr Leistung (knapp drei PS)
• Überarbeitete Gabel (progressive Federn / straffere Dämpfung)
• Überarbeitetes Federbein (höhere Federrate / straffere Dämpfung)
• Neues Cockpit, geändertes Bedienkonzept
• Neue Frontpartie mit verbessertem Windschutz und schnellerem Verstellmechanismus

„Es gibt Komplimente, die macht man nur hinter vorgehaltener Hand. „Die hat sich aber gut gehalten“ gehört dazu, weil es eindeutig auf das Verfallsdatum anspricht. Darüber redet niemand gern. Außer bei Yamaha. „Als wir die FJR 1300 im Jahr 2001 vorstellten, haben wir dem Touring-Segment eine neue Dynamik gegeben", lautet zuverlässig der erste Satz einer FJR-Präsentation. Genauso ist es, da haben die Yamaha-Strategen recht und erinnern sich auch heute noch bei jeder Gelegenheit gerne daran.“

„Eine Menütaste, eine Schaltwippe - mehr braucht es nicht, um die dreistufigen Heizgriffe zu aktivieren. Oder die Höhe des neuen, ausladenderen Windschilds. Oder die neuen Funktionen des Digitaldisplays, in dem sich von der Außentemperatur bis zum Durchschnittsverbrauch, der effektiven Fahrzeit oder der Durchschnittsgeschwindigkeit alles übersichtlich abrufen lässt.“

„Dasselbe gilt für den neuen, serienmäßigen Tempomat, der vom linken Lenkerende aus intuitiv zu bedienen ist und per Knopfdruck die Geschwindigkeit in Zwei-Kilometer-Schritten variiert. Die Position der breiteren, höheren und nun anders hinterströmten Frontscheibe lässt sich hingegen stufenlos einstellen. Auch gibt es jetzt eine Memory-Funktion, damit man sie nicht nach jedem Stopp neu justieren muss.“

„Bei der Gemischaufbereitung zum Beispiel, wo statt der gefühlvollen Gashand jetzt rechnergesteuerte Stellmotoren das Öffnen der Drosselklappen übernehmen, und zwar in Perfektion. Sanfte, aber bestimmte Gasannahme, ruckfreie Beschleunigung, nachdrücklicher Schub über den gesamten Drehzahlbereich - in dieser Hinsicht gibt es bei der Neuen wirklich nichts zu klagen, zumal der 1300er bei der Modellpflege vor allem dank neuer, wirksamerer Katalysatoren (jetzt zwei statt vorher vier) auch knapp drei PS mehr Leistung mobilisiert. Doch darum ging es nur in zweiter Linie, denn die FJR ist  leistungsmäßig auch heute noch gut aufgestellt. Vorrangiges Ziel war es vielmehr, eine Traktionskontrolle und zwei unterschiedliche Mapping-Varianten zu installieren. Dabei öffnet „S" die Drosselklappen deutlich weiter als der zahmere „T-Modus“ den es aber angesichts der tadellosen Manieren der S-Variante eigentlich nicht braucht. Ebenso wenig wie die (abschaltbare) Traktionskontrolle. Jedenfalls auf dem Gourmet-Asphalt im spanischen Hinterland, während sie bei Regen oder auf losem Terrain gewiss gute Dienste leistet.“

Interview

Oliver Grill(45), Yamaha-Produktplaner, über die Tourenfahrer allgemein, den Markt für starke Tourer sowie die Entwicklungsphilosophie hinter der Yamaha FJR 1300

Wär es nach über zehn Jahren Yamaha FJR 1300 nicht Zeit für eine komplette Neukonstruktion gewesen?
"Vor zehn Jahren ist die FJR als „schneller" Tourer in eine Marktlücke gestoßen. Diese Lücke hat sich inzwischen gefüllt, das Entwicklungspotenzial ist nahezu ausgereizt.
Das sieht man auch daran, dass selbst neue Modelle nicht am Leistungsgewicht der FJR vorbeikommen. Eine völlig neue FJR würde daher keine wesentlichen Vorteile
bringen, aber deutlich teurer werden. Und eine Evolution in die Klasse über 300 Kilogramm entspricht nicht der Yamaha-Touring-Philosophie."

Wie sieht sie aus, die Yamaha-Touring-Philosophie? Und wie der typische FJR-Fahrer?
"Ganz wichtig ist, dass Fahrer und Motorrad perfekt miteinander harmonieren. Dazu gehört die Balance aus druckvollem Motor und geringem Gewicht ebenso, wie die Konzentration auf einige wichtige Features statt einer Fülle von Optionen, die kein Mensch braucht oder bedienen kann. Die neue FJR hat zwei sinnvolle Fahrprogramme und alle relevanten Funktionen übersichtlich in der neuen Bedienoberfläche parat. Darüber hinaus war und ist sie eine echte Fahrmaschine. Und das ist gut so, denn FJR-Kunden sind echte Vielfahrer, die es teilweise auf weit über 200000 Kilometer Laufleistung bringen."

Apropos Fahrmaschine: Wäre bei dieser Überarbeitung ein zusätzlicher sechster Gang nicht zwingend notwendig gewesen?
"Oder warum nicht gleich ein Siebenganggetriebe? Jetzt mal Spaß beiseite: Die FJR hat nicht aus Versehen fünf Gänge, sondern mit voller Absicht, weil weniger in dieser Hinsicht unserer Meinung nach mehr ist. Schnelles Touren, Power in jeder Lage und dabei möglichst wenig schalten - das haben unsere Ingenieure verwirklicht. Die FJR kann mit fünf Gängen das, wozu andere sechs brauchen. Was ist daran schlecht? Das Vibrations- und Drehzahlniveau liegt im fünften Gang niedriger als bei vergleichbaren Vierzylindertourern im sechsten Gang. Das kann man ganz einfach nachmessen."


Tourenfahrer-Logo 09/2012


Vergleichstest FJR1300A

„Sie hat ganz sicher die sportlichsten Gene des Quartetts und möchte entsprechenden Einsatz sehen. Wie souverän der ausgereifte Reihenvierer dabei zu Werke geht, ist die reine Wonne. Einwandfrei bringt die FJR ihre 138 PS auf die Straße, ganz sanft geht das, von der Gasannahme über die Leistungsentfaltung und den unauffälligen Kardan bis hin zur Kupplung - Vortrieb wie aus einem Guss. Ihre Beschleunigungswerte sind atemberaubend…“

„Doch gibt es noch einen weiteren Aspekt, bei dem die Testkandidaten so ganz und gar nicht mehr auf einer Linie liegen, bei den Finanzen nämlich. Die größte Differenz klafft zwischen der BMW und der zurzeit deutlich preisreduzierten Yamaha (noch bis zum 30.09. ist die FJR für 15.395 Euro und damit 2000 Euro günstiger als zum Listenpreis zu haben), denn schon in der Grundversion ohne ESA und ohne Traktionskontrolle trennen die beiden Modelle dann bald 5000 Euro..“


Tourenfahrer-Logo 08/2012

„Der im Laufe der Jahre behutsam modellgepflegter Express-Tourer bietet hervorragende Reisequalitäten, reichlich Platz für zwei Personen und geht zudem auf Landstraßen jeder Art richtig flott ums Eck….“

„Das zugunsten einer langen Schwinge äußerst kompakt bauende Triebwerk bietet enormen Durchzug, läuft seidenweich …“

„Mit diesem Aggregat lässt sich schaltfaul touren, bei Bedarf aber auch rabiat beschleunigen. Das Fahrwerk ist zwischen Komfort und Sport angesiedelt, hochgeschwindigkeitsstabil und mit genügend Reserven im Hinblick auf die beachtliche Zulade-Kapazität von mehr als vier Zentnern ausgelegt….“

„Bei den Reisekomfort-Kriterien fährt die Yamaha fast ohne Einschränkung Bestnoten ein. Der Fahrer sitzt optimal integriert, genießt guten Knieschluss und je nach Körpergröße und Baujahr (unterschiedliche Windschilde, ab 2006 mit um 40 mm längerem Einstellbereich) auch sehr ordentlichen Windschutz. Der Soziusplatz ist geräumig, die Zulade-Möglichkeit enorm und die Tankreichweite dank 25-Liter-Vorrat nahe dran an 400 km….“


MotorradTestbuch-MO.jpg 2012

Test FJR1300A

„Die FJR vereint Eleganz und Funktiononalität“

„Unter den etablierten Reise-Dickschiffen sticht die FJR mit dem 1298-ccm-Vierzylinder seit jeher ins Auge.

„Dieses Motorrad ist keine müde Tourenschaukel, sondern ein bestens im Futter stehender PS-Protz.“

„Ob Brötchen holen oder große Urlaubsreise, die FJR macht alles mit. Die gute serienmäßige Ausstattung offeriert unter anderem Gepäckkoffer, heizbare Lenkergriffe und natürlich ein ABS. Windschutzscheibe, Lenker und Fahrersitz sind einstellbar.“

„Neben fast schon "Beinahe-Klassikern" wie der XJR oder der TDM 900 zählt die FJR 1300A zu den festen Größen im Yamaha-Programm. Wirklich gute Motorräder altern kaum, möge dies auch im Falle FJR weitere lange Zeit so bleiben.“


MotorradNews_Logo 04/2012

FJR1300 A/AS Gebrauchtberatung

"Fern, schnell, gut: Mit dem "Leistungstourer“  FJR 1300 klonte Yamaha 2001 eine komfortable Langstrecken-Maschine mit den Genen eines sportlichen Tourers. 
Der Erfolg gab ihnen Recht: Bis heute orderten allein in Deutschland über 15000 Expressreisende den großen Reihenvierer. 1298 Kubik wuchten nominell 144 Pferde auf die Kardanwelle, mit Topspeed 246 km/h erledigt sich der Ritt nach St. Tropez wie im TGV. Der Modellwechsel 2003 von der RP04 zur RP08 beschert der FJR ein serienmäßiges ABS und eine Wegfahrsperre. 2006 gibt es neue Kleider und eine neue ABS-Generation mit Kombibremse. Der Fahrersitz ist ebenso wie der Lenker höhenverstellbar. Die Seitenkoffer sind jetzt ebenfalls ab Werk montiert, eine Griffheizung wärmt bei Passfahrten und Herbstausflügen."

"Von der Fahrwerksseite her arbeitet die dicke Yam einwandfrei - vorausgesetzt, die voll einstellbare 48er-Gabel und das Monofederbein sind nicht falsch eingestellt. Standardmäßig zwischen Sport und Komfort angesiedelt, mutiert das mächtige Sechs-Zentner-Motorrad durch die gelungene Gewichtsverteilung und den breiten Lenker zu einem flotten Kurvenfeger"

"Wer ein starkes Tourenmotorrad will, trifft mit der FJR eine gute Wahl. Die aufrechte und komfortable Sitzposition ermöglicht eine gute Kontrolle. Vor allem aber begeistert der bärenstarke Motor.  Mit diesem Pfund kann man jederzeit wuchern, auch wenn man gerade mal nicht nach
Südfrankreich will."


2Räder_Logo  12/2011

Für Großes gerüstet

„Länger als zehn Jahre gebaut zu werden, dabei zu wenige äußerliche Retuschen und ein paar gezielte technische Optimierungen abzukriegen – das spricht Bände. Und es spricht für die von Anfang an umfassenden Qualitäten der Yamaha FJR1300A. Ihr souveräner Vierzylinder ist der Inbegriff des samtig-weichen, aber nachdrücklichen Antritts. Eine Kardanwelle erledigt die Kraftübertragung zum Hinterrad, und zwar ohne dass das ganze Motorrad bei jedem Gasstoß oder –wegnehmen um die Längsache kippelt, wie es andere Kardan-Bikes gern tun. Der tiefe Schwerpunkt, die unkomplizierte Ergonomie und vor allem die hervorragende Gesamtbalance machen die vollgetankt über sechs Zentner schwere Yamaha äußerst umgänglich. Die Verkleidung pflegt zwar den dynamischen Stil, bietet jedoch gemeinsam mit der elektrisch höhenverstellbaren Scheibe ganz guten Windschutz. Trotz ihres vergleichsweise kurzen Radstands fährt die FJR auch bei hohem Tempo sehr stabil; weder Schlingern noch Pendeln stören die Autobahntour. Auch die ABS-Bremsen sind über jeden Zweifel erhaben; mehr Bremsleistung brauchen höchstens Rennstreckenfahrer.“

IN DER STADT
„..geht alles leicht von der Hand, der sanft ansprechende Motor und die nicht zu breite Verkleidung machen das Mitschwimmen im Verkehr beinahe zum Vergnügen.“

AUF DER LANDSTRASSE
„..Kurven nimmt sie gern mit einem kühnen Schwung, hängt gut am Gas, bremst stabil und zuverlässig...“

AUF DER AUTOBAHN
„..Wunschtempo auswählen, die elektrisch verstellbare Scheibe entsprechend ausrichten, und los geht’s. Für lange Etappen ist die Sitzposition gemacht, das Fahrwerk glänzt bei jedem Tempo mit Stabilität. Anhalten muss man eigentlich nur zum Tanken. Auf eine Pizza rasch nach Neapel? Mit der FJR gern...“

MOTOR
„Der Gentleman-Vierzylinder: Er muss seine Kraft nicht immer zeigen, aber wenn er gefordert wird, packt er gern an.“

FAHRWERK
„Die Geometrie vereint Komfort und Stabilität auf wunderbare Weise; die Federelemente spenden guten Komfort, ohne schwammig zu wirken.“

BREMSEN
„Teilintegrale Betätigung, ABS, gute Wirkung, hohe Zuverlässigkeit. Sportbikes bremsen vielleicht noch schärfer; an der FJR würde das eher stören.“


2Räder_Logo 05/2011


„Seit 10 Jahren baut Yamaha den Reise-Renner FJR1300.“
„TOURENMOTORRAD wird der Yamaha FJR1300 nicht gerecht, dazu fährt sie viel zu dynamisch. Ein Sporttourer ist sie auch nicht, dazu ist sie viel zu komfortabel: Genug Platz für zwei, ein wartungsarmer Kardan, ein großzügig gestaltetes Cockpit; brillanter und dank elektrisch verstellbarer Scheibe variabler Windschutz – was kann sich ein Tourenfahrer mehr wünschen?“


MotorradNews_Logo  08/2009

„Es gibt so ein paar Motorräder, die verdienen das Prädikat „zeitlos“. Nicht, dass sie so gut wären, dasss sich nichts zum Verbessern finden würde. Es ist vielmehr ein rundum gelungenes Gesamtpaket, das durch grobe Umbauten Harmonie und Balance verlieren könnte. So lässt sich die anhaltende Beliebtheit der Yamaha FJR1300A wohl am besten erklären. Ein Motorrad an dem alles passt.“

„Wieder einmal schafft es die FJR1300A leichter zu wirken, als sie eigentlich ist. Runde sechs Zentner sind zwar nicht wegzudiskutieren, aber moderate Sitzhöhe und tiefer Schwerpunkt lassen den Gleiter durchaus gut kontrollierbar wirken. Nicht umsonst galt die FJR bei Erscheinen als der Sportler unter den Tourern.“

„Immer noch ein Gedicht sind Manieren und Temperament des Nippon-Vierzylinders. Sogar der Kardan arbeitet hervorragend, soll heißen unauffällig.“