XT660Z Ténéré: der Mythos kehrt zurück

XT660Z Ténéré: der Mythos kehrt zurück

„Es ist wohl an der Zeit mit einer neuen Ténéré zurückzukommen,“ bestätigt Projektleiter Hiroo Saito. „Yamaha hat sich im Reise Enduro Segment lange Zeit rar gemacht, obwohl die erste Ténéré 1983 es mit begründete. Die neue XT660Z hat alles was schon die erste Version so erfolgreich gemacht hat, sie ist ohne Schnickschnack, unverwüstlich, praktisch, leicht und hat einen zuverlässigen starken Einzylinder Motor. Zudem haben wir die Maschine bewusst auch fürs Gelände fit gemacht.“

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Leichte Reise Enduro
„In den letzten 10 Jahren haben sich die Reise Enduros ganz schön verändert. Die meisten dieser Maschinen sind keine einfachen Einzylinder mehr und haben stattdessen Qualitäten von Tourenmotorrädern. Aber der Ursprung der Reise Enduro mit ca. 650 ccm geriet in Vergessenheit,“ meint Produktplaner Takeshi Higuchi, der einer der treibenden Kräfte hinter der neuen Ténéré ist. Er gibt sich überzeugt: “Als wirklicher Allrounder ist die neue Ténéré immer noch die erste Wahl mit ihrem robusten Einzylinder und der Kombination aus Tourenqualitäten auf der Straße und einer vernünftigen Geländetauglichkeit für Schotterstrecken oder kleine Pfade abseits.“

Gute alte Werte sind zurück
Higuchi meint über das Konzept der XT660Z: „In der Achtziger Jahren hatten Abenteuer Reisen insbesondere nach Afrika ihren Höhepunkt. Die XT 500 mit einem großen Zubehörtank war die erste Wahl. Ein wenig später kam die erste Ténéré hinzu. Es waren ideale Motorräder für solche Abenteuer, da sie leicht waren und mit dem großen Tank kam man über 400 km weit. Der luftgekühlte Einzylinder war sparsam und sehr zuverlässig. Wenn mal etwas kaputt ging, konnte man das einfach aufgebaute Motorrad buchstäblich am Straßenrand reparieren. Die Bikes waren einfach ideal, um sich damit in fremde Länder zu wagen. Aber gleichzeitig hat sich die Ténéré zu dieser Zeit einen guten Ruf als Alltagmotorrad erworben, mit dem man jeden Tag zur Arbeit fahren konnte und am Wochenende auf Tour ging. Insbesondere Einsteiger liebten die Maschine, weil sie erschwinglich war. Die Motorradindustrie heute, und das schließt uns von Yamaha auch ein, haben diese guten alten Qualitäten vergessen. Die XT660Z bringt sie zurück. Ob man die Welt umrunden möchte, in den Bergen auf Tour geht, oder jeden Tag damit zur Arbeit fährt, die neue Ténéré ist dafür immer ein guter Untersatz.“

 
 
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Was wir unter vielseitig verstehen

Projekt Mitarbeiter Alessandro Ghezzi hat seine eigenen Ansichten, was die Qualitäten der Ténéré betrifft: “Vielseitigkeit ist eine Summe aus vielen Kleinigkeiten, beispielsweise Hunderte von Kilometern mit einer Tankfüllung zu fahren. Der Einzylinder ist vielseitig, weil er sehr robust ist und gleichzeitig wenig kostet was Wartung und Verbrauch betrifft. Und trotzdem hat der neue 660er genug Dampf, um bequem im heutigen Verkehr mitzuschwimmen. Ihre Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn reicht heutzutage völlig aus. Lange Strecken sind nie eine Qual, denn die kleine Scheibe hält Fahrtwind ab. Die Sitzposition ist ziemlich bequem. Mit ihren 183 kg trocken ist die Ténéré als Reise Enduro relativ leicht und lässt sich deswegen ziemlich einfach sowohl auf Schotterstrecken im Gebirge, als auch im Stadtverkehr bewegen. Ein breites Spektrum also. Zudem kann man in den Original Yamaha Packtaschen mehr als genug Gepäck unterbringen. Für mich ist die Ténéré einfach der beste Allrounder.“

 
 
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Neues Fahrwerk
Hiroo Saito fügt hinzu:“ Die Ténéré hat ein komplett neues Fahrwerk, ganz anders als das der XT660R. Wir hatten andere Prioritäten und haben deshalb mit einem leeren Blatt Papier angefangen. Da die Ténéré ein vielseitiges Motorrad sein sollte, mussten wir alle Einsatzzwecke in Betracht ziehen. Ein Muss war Langstreckentauglichkeit, stabiler Rahmen, der Beifahrer und Gepäck standhält und auch eine gewisse Geländegängigkeit für den Einsatz auf Schotterpässen oder in der sandigen Wüste.“

Wie sehr Rahmensteifigkeit und kompaktes Layout im Vordergrund gestanden hat, kann man wohl am besten daran sehen, dass sogar der Produktionsablauf anders als bei der XT660R getaktet wurde. Alessandro Ghezzi erklärt weiter: “Bei der XT660R wird das Fahrwerk als erstes auf dem Fließband zusammengebaut, der Motor kommt am Ende ins Fahrwerk. Bei der Ténéré haben wir das umgedreht. Der Motor ist zuerst auf dem Fließband, das Fahrwerk wird förmlich um den Motor herumgebaut. Dadurch konnten wir den Rahmen steifer und stärker auslegen und ihn trotzdem enger um den Motor herum bauen. So kann auch die neue Schwinge von einer massiven Halterung geführt werden, anders als sonst üblich“.

 
 

Technische Daten

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