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20 Jahre YZF-R1

Wir haben für Sie die Modellgeschichte der letzten zwei Jahrzehnte in Wort und Bild zusammengefasst.

Vor 20 Jahren überraschte Yamaha die Motorradszene mit der YZF-R1, Typ RN01, einer superleichten 1000er, die kompromisslos auf höchste Leistung, geringstes Gewicht und kompakteste Abmessungen getrimmt war. Der extrem kompakte Supersportler mobilisierte 110 kW (150 PS) bei unglaublichen 177 kg Trockengewicht. Von da an bestimmte die R1 maßgeblich die Entwicklung der 1000er Superbikes mit, die in der höchsten Evolutionsstufe, der aktuellen R1M (Typ RN49), gipfelt.

Wir haben für Sie die Modellgeschichte der letzten zwei Jahrzehnte in Wort und Bild zusammengefasst.  

YZF-R1 1998 RN01

YZF-R1 1998 (RN-01)

Erste Generation: 110 kW (150 PS), 177 kg 

Yamaha überrascht die Motorradszene mit der R1, einer superleichten 1000er die
plötzlich die großen Sportbikes wieder ins Rampenlicht rückt. Die Japanischen Konkurrenten hatten sich in den neunziger Jahren auf 900er festgelegt, da es scheinbar der beste Kompromiss zwischen Leistung und Gewicht war. Yamaha dagegen ging einen anderen Weg ohne Kompromisse. Den Entwicklungsingenieuren wurden 3 Ziele gesteckt: höchste Leistung, geringstes Gewicht und kompakteste Abmaße. Was die Ingenieure dann auf die Räder stellen, ist ein neuer 998 ccm Motor mit Fünfventil - Zylinderkopf, 40 mm Fallstromvergasern und einer 4 in 1 Auspuffanlage, die mit dem bewährten Yamaha EXUP System versehen ist, um Leistung im mittleren Drehzahlbereich zu garantieren.

Die Verdichtung beträgt 11,8 : 1 bei 74 x 58 mm Bohrung und Hub. Zylinder und Kurbelgehäuse sind aus einem Stück und damit leichter und verwindungssteifer als die geschraubten Gehäuse der vorherigen Generation. Der Motor kann deshalb auch als tragendes Teil in die neue Aluminium Deltabox Rahmenkonstruktion einbezogen werden.

Der Motor hat erstmals eine neue Drei Achsen Auslegung (Tri Axis Design) bei der Kurbelwelle und die beiden Getriebewellen nicht wie bislang auf einer Achse hintereinander angeordnet waren, sondern eben in einer Dreiecks Form schräg platziert sind. Das spart Baulänge, der R1 Motor ist damit der kompakteste Motor seiner Zeit. Aufgrund dieses ultra kompakten Motors kann man natürlich einen extrem kurzen Radstand mit nur 1395 mm verwirklichen. Damit setzt die R1 Maßstäbe in Sachen Handling. Die durch dieses Layout mögliche relativ langen Schwinge ist geometrisch bedingt ein deutliches Plus für Traktion und Stabilität. Diese damals revolutionäre Auslegung ist heute immer noch Stand der Technik bei Sportmaschinen und wurde in der Zwischenzeit von vielen Konkurrenten übernommen.

YZF-R1 1999

YZF-R1 1999 - neue Farben und Desingn

YZF-R1 2000 RN04

YZF-R1 2000 RN04: Ziel der Modellpflege im Jahr 2000 ist es, das Handling zu verbessern und eine gleichmäßige Gasannahme übers Drehzahlband zu gewährleisten. Die Bauteile bleiben in Großen und Ganzen die Gleichen, jedoch wird vieles an der Feinabstimmung verändert.

Am offensichtlichsten ist die neue Vergaserabstimmung, weniger Reibverluste im Motor, ein verbessertes Getriebe und viele Gewichtsreduzierungen hier und da. Die Auspuffanlage besteht erstmals aus leichtem Titan und Verkleidung, Seitenteile, Tank, usw. sind neu gestaltet. Die Abgase werden den Erfordernissen der EU1 Abgasnorm angepasst, indem man ein Lufteinlasssystem (AIS) verwendet. Das Gewicht reduziert sich auf 175 kg.

YZF-R1 2001

YZF-R1 2001 - neue Farben und Desingn

YZF-R1 2002 RN09

YZF-R1 2002 RN09: Die nächste Generation R1 wird auf besseres Kurvenverhalten und verbesserte Beherrschbarkeit durch den Fahrer getrimmt.

Ein komplett neuer Rahmen (mit abnehmbaren Unterzügen) ist die auffälligste Neuerung. Die Federelemente, Gabel und hinteres Federbein werden überarbeitet. So erhält die Gabel 43 mm (statt 41 mm) Standrohrdurchmesser, der Federweg wird von 135 auf 120 mm reduziert, um dem Fahrer ein besseres Gefühl beim Bremsen und im Kurveneingang zu geben. Ebenfalls wird die Lenk-Geometrie entsprechend geändert. Der neue Motor ist höher platziert und damit näher an der Rollachse, was Stabilität und Handling positiv beeinflusst. Eine Einspritzanlage garantiert, dass die strengeren EU2 Abgasnormen erfüllt werden. Die Grundabmaße und der Aufbau der neuen R1 sind vom Vorgängermodell übernommen, aber eine ganze Anzahl von Komponenten sind
neu. So wird der Lufteinlass von einem Unterdruckkolben gesteuert, was sich in verbesserter Gasannahme bemerkbar macht. Hub und Bohrung betragen jetzt 74 x 58 mm und der Luftfilterkasten ist so angebracht, dass kühler Fahrtwind direkt in den Aussaugtrakt gelangen kann. Eine Folge dieser Maßnahmen: die Leistung steigt auf 111,8 kW (152 PS) und das Gewicht reduziert sich auf 174 kg.

Verkleidung, Seitenteile und Tank sind wiederum komplett neu gestaltet. Die Auspuffanlage stellt sich als 4 in 2 in 1 System dar und ist einschließlich der Krümmer ganz aus Titan gefertigt. Die neue asymmetrische Schwinge erlaubt es, den Auspuff optimal verlegen zu können. Die Räder sind leichter und die neue Bremsanlage kann man gut an den orangefarbigen Verschlussdeckeln erkennen,
welche die vorherigen blauen Teile ersetzen.

Zusätzlich gibt es erstmals einen aus dem Rennsport stammenden Schaltblitz.

YZF-R1 2003

YZF-R1 2003 - neue Farben und Desingn

YZF-R1 2004 RN12

YZF-R1 2004 (RN12): Die R1 stellt eine neue Generation dar und bricht erstmals die magische Grenze des Leistungsgewichtes von 1:1 bei einem Serienmotorrad mit 126 kW (172 PS) bei 172 kg Trockengewicht.

Die neue schlanke Verkleidung hat zwei kleine Doppelscheinwerfer, welche der Maschine ein sehr eigenständiges Aussehen geben. Die Auspuffanlage ist hochgezogen und beide Schalldämpfer münden unterm Heck in Freie. Der Auspuff ist schon wie zuvor komplett aus Titan gefertigt.

Der Motor hat geringere bewegliche Massen und ist mit 70 x 53,6 mm Bohrung und Hub noch kurzhubiger. Dies ermöglicht höhere Drehzahlen und die Nenndrehzahl rutscht um 2.000/min auf 12.500/min hoch.

Zum ersten Mal gibt es jetzt eine Zwangsbelüftung des Einlasstraktes (Forced Air Intake). Durch dieses Konstruktionsmerkmal erhöht sich die Leistung im Fahrbetrieb durch eben diesen unter Druck in den Luftfilterkasten gepressten Luftstrom auf nunmehr 132 kW (180 PS).
Der Luftstrom wird übrigens durch eine Reihe von digital angesteuerten und elektrisch betätigten Ventilen optimal gesteuert.

Das Verdichtungsverhältnis ist bei 12,4:1 angelangt und der Zylinderwinkel wird auf 40 Grad vergrößert, damit die beiden Rahmenprofile noch geradliniger und enger über den Motor nach hinten gelegt werden können. Die Rahmenbreite selbst kann dadurch um 64 mm verringert werden und der Tank wird schmaler, was eine bessere Sitzposition ermöglicht.

Nachdem der Zylinderkopf jetzt unterhalb der Rahmenrohre eingepasst ist, kann der Rahmen selbst steifer ausgelegt werden und der Motor ist nicht mehr als tragendes Element integriert. Deshalb ist der Zylinderblock wieder erschraubt und nicht, wie bei den Generationen zuvor Teil des Kurbelgehäuses.

Die Technik ist jetzt sehr stark vom MotoGP beeinflusst, wie beispielsweise die mächtige „Upside-down“ Schwinge und die radial abgeordneten Bremssättel mit radialem Haupt-Bremszylinder. Die neuen 5 Speichen Räder sind leichter als jemals zuvor bei der R1.

YZF-R1 2005

YZF-R1 2005- neue Farben und Desingn

YZF-R1 2006 RN12

YZF-R1 2006 (RN12): Hauptsächlich aufgrund kürzerer Ventilführungen und anderer Feinabstimmungen steigt die Leistung auf 129 kW (175 PS).

Das Fahrwerk erfährt viele kleine Änderungen, welche die Steifigkeit positiv beeinflussen. Die Schwinge ist jetzt 20 mm länger, was die Traktion verbessert und die Gewichtsverlagerung auf dem Vorderrad um 1 Prozent erhöht. Die Gabel hat goldene Standrohre.

 YZF-R1 SP 2006 (RN12): Ein SP Modell in limitierter Stückzahl wird aufgelegt. Die SP Version verfügt über eine „Slipper“ Kupplung, Öhlins Federelemente (einschließlich anspruchsvollen Einstellmöglichkeiten für Dämpfung und Höhenverstellung). Die geschmiedeten Y-Speichenräder von Marchesini sind 400 g leichter als die Standard Räder.

Die in „GunSmoke“ lackierte SP Version gibt es nur 500 mal für Europa.

YZF-R1 2007

YZF-R1 2007 (RN19): Für fünfte Generation der R1 haben sich die Ingenieure hat als Entwicklungsziel die Handlichkeit einer 600er Maschine vorgenommen. Um dieses Ziel zu erreichen wird sehr viel Aufwand bei der Auslegung der Steifigkeit des Fahrwerkes getrieben. Dazu braucht es einen komplett neuen Rahmen, neue Schwinge und eine neue Gabel. Zudem werden neue 6 Kolben Bremszangen verbaut, die einen neuen Standard in der Bremstechnologie setzen.

Der Ansaugtrakt verfügt nun über YCC-T (eine elektronische Steuerung der Drosselklappen aus dem MotoGP Rennsport) und YCC-I (eine variable Ansaugrohrlänge, welche die Ansauglänge bei höheren Drehzahlen verkürzt). Die Kompression erhöht sich auf 12,7:1 und der Zylinderkopf hat nunmehr vier Ventile aus leichten Titan statt fünf. Die Leistung erhöht sich auf 132 kW (180 PS) bei einem Trockengewicht von 177 kg.

Ein 3 Wege Katalysator passt die Abgase an die strengere EU3 Norm an. Eine „Slipper“ Kupplung wie bei der SP Version von 2006 ist jetzt Standard.

YZF-R1 2008

YZF-R1 2008- neue Farben und Desingn

YZF-R1 2009 RN22

YZF-R1 2009 (RN22): Nach 10 Jahren kommt ein großer Schritt: Eine total neue R1 mit einem revolutionären Motor mit ungleichmäßiger Zündfolge. Diese Technik kommt aus dem MotoGP Rennsport und wurde speziell für die M1 von Valentino Rossi entwickelt, mit welcher er in 2008 die Weltmeisterschaft gewann.

Durch diese Technik wird die Traktion und die Fahrbarkeit verbessert. Die neue R1 klingt auch ganz anders als gewohnt. Sie hat ein für einen Reihenvierzylinder eher untypisches Grollen.

Es gibt es eine zusätzliche Einspritzdüse als Ergänzung, welche im mittleren Drehzahlbereich für bessere Gasannahme und Beschleunigung sorgt. Der Fahrer kann zwischen verschiedenen Motorabstimmungen wählen und den Motorencharakter seinen individuellen Anforderungen anpassen.

Die Auspuffanlage ist ein 4 in 2 in 1 System um den Anforderungen and den Gasaustausch des neuen Motors Rechnung zu tragen. Die dreieckigen Schalldämpfer sind unterm Heck integriert.

Die Leistungsausbeute liegt bei 134 kW (182 PS) bei 12.500/min. Aufgrund einer Absprache zwischen den Herstellern gibt es über das Trockengewicht erstmals
keine Werksangaben mehr. Nur das Gewicht im betriebsfertigen Zustand mit allen Betriebsstoffen und einem vollen Tank wird angegeben. Mit 206 kg fahrfertig ist die neue R 1 immer noch eine der leichtesten Maschinen der Klasse.

Das Fahrwerk ist völlig neu und wurde so konstruiert, dass es die Möglichkeiten die der neue Motor bietet auch voll ausschöpfen kann. Der Motor ist jetzt wieder tragendes Teil der Konstruktion. Die Zylinder sind 31 Grad nach vorne geneigt und der Motor ist insgesamt weiter vorne platziert, um mehr Gewicht auf das Vorderrad zu bringen. Die Fußrasten sind verstellbar und der Heckrahmen ist aus leichtem Magnesium gefertigt.

Das hintere Federbein ist in Dämpfung voll verstellbar. Die Gabel verfügt über eine Zugstufen Einstellung am rechten Gabelholm und über Druckstufen Einstellung am linken Gabelholm. Das vereinfacht das Einstellprozedere für den Fahrer und ist dem Ölfluss in der Gabel zuträglich.

Verkleidung, Seitenteile und Tank sind natürlich ebenfalls neu. Die beiden Projektor Scheinwerfer haben eine neuartige Technik, welche es ermöglicht innerhalb des Scheinwerfers sowohl Abblendlicht als auch Fernlicht zu schalten. Damit braucht man statt jeweils 2 Linsen (also insgesamt 4 Linsen) pro Scheinwerfer nur noch eine Linse (also insgesamt nur 2 Linsen).

 

YZF-R1 2010

YZF-R1 2010 - neue Farben und Desingn

YZF-R1 2011

YZF-R1 2011- neue Farben und Desingn

YZF-R1 2012 RN22

YZF-R1 2012 (RN22): Modellwechsel mit neuem ECU-Setting, einer sechsstufigen Traktionskontrolle, einer dezenten Designveränderung an Frontverkleidung und Scheinwerfern, oberer Gabelbrücke, Fußrasten und Schalldämpfer Abdeckungen.

YZF-R1 2012 (RN22) 50th Anniversary Edition: Eine Sonderlackierung gibt es zum 50jährigen Jubiläum von Yamaha 'Grand Prix Racing' Aktivitäten.

YZF-R1 2012 (RN22) 50th Anniversary Edition

YZF-R1 2013

YZF-R1 2013 - neue Farben und Desingn

YZF-R1 2014

YZF-R1 2014 - neue Farben und Desingn

YZF-R1 2015

YZF-R1 2015 (RN32): Die nächste Generation der R1 steht am Start. Ein Hochleistungs-Supersportler, der ohne Kompromisse komplett neu entwickelt wurde. Alles ist anders, außer dem Namen. Das Zeitalter der elektronischen Regelsysteme ist angebrochen. Und deshalb ist die neue R1 mit modernster MotoGP-Technologie aufgeladen. Mit dem neuen Crossplane-Motor, dem kurzen Radstand und den Hightech-Fahrerassistenzsystemen eröffnet dieser Supersportler auf Rennstrecken ganz neue Möglichkeiten, um die Rundenzeiten zu verkürzen. Bei der Entwicklung der R1 wurde ohne Kompromisse YZR-M1-Technologie genutzt – es entstand ein Motorrad für die Rennstrecke. Schon die Eckdaten von 147 kW (200 PS), 199 kg und 1.405 mm Radstand lassen erahnen, mit welchem Potenzial die R1 unterwegs ist. Aber die wahren Stärken dieses Motorrades liegen im Verborgenen. Als zentrales Nervensystem arbeitet in der R1 ein Sensorcluster, der alle Bewegungen des Fahrzeugs dreidimensional erfasst und für die Kontrolle von Traktion, Schlupf, Wheelie-Neigung, Launch Control und Bremsen sorgt.

Yamaha R1. Mehr als ein würdiger Nachfolger der Nummer 1.

YZF-R1M 2015 (RN32): Neben den Standard R1 gibt es nun auch ein limitiertes Sondermodell, das u.a. über elektronisch gesteuerte Öhlins Feder-Dämpferelemente (ERS =Electronic Racing Suspension), Verkleidungsteile aus Carbon und eine CCU (Communication Control Unit) verfügt.

YFZ-R1 2016 RN32

YZF-R1 2016 60th Anniversary (RN32): Zum 60. Firmenjubiläum und in
Erinnerung an die glorreichen Erfolge aus sechzig Jahren Rennsport präsentiert
Yamaha das YZF-R1 60th Anniversary Sondermodell in traditionellem
schwarz-gelbem Speedblock-Racing-Design! Und ein Akrapovic Exhaust
System-Endschalldämpfer ist auch noch dabei!

YZF-R1 2016 60th Anniversary (RN32)

YZF-R1 2017 RN49

YZF-R1 2017 (RN49): Für 2017 wurden unter anderem die Elektronik und die 4-in-2-in-1-Titanauspuffanlage den Euro 4-Bestimmungen angepasst.

YZF-R1 2018