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So urteilt die Presse über die SR400


Tourenfahrer-Logo 06/2014

Der diskrete Charme der Reduktion

"Ob früher alles besser oder doch nur anders war, kann man im Sattel der neuen, alten Yamaha SR 400 herausfinden. Das blechgewordene Deja-vu steht ab sofort bei den Händlern."

„Dass die SR aus ihren Jugendsünden gelernt hat, merkt man nicht nur am deutlich verbesserten Startverhalten. Auch die Bremsen verdienen ihren Namen jetzt durchaus.“

„Als wir uns in Senheim aus dem Tal der Mosel verabschieden, kann auch das Fahrwerk zeigen, was in ihm steckt. Je kleiner und verwinkelter die Strecke wird, desto breiter wird das Grinsen im Gesicht des SR-Treibers. Willig kippt die Yamaha auch in die engsten Kehren, zieht mit kratzenden Fußrasten satt durch die Kurven und bockt nur ein wenig mit dem Vorderrad, wenn die Löcher im Asphalt zu derbe werden. Die SR will bei ihrem Swing durchs Kurvenkarussell durchaus geführt werden, belohnt den Fahrer dafür aber mit einer lange vermissten Leichtigkeit.“

„Dank Einspritz- und Zündelektronik hält sich der Durst des betagten Motors mit unter vier Litern in sehr engen Grenzen; es kann mit dem Zwölf-Liter Tank also rund 300 km dauern, bis die Tankanzeige einen zur Zapfsäule schickt.“

„Fakt ist jedoch auch: Jeder Kilomeier des Tages steckt mir in den Knochen. Lange schon musste ich beim Fahren nicht mehr so viel schalten und kuppeln, war lange nicht mehr so konzentriert und am Ende der Etappe so geschafft. Und lange nicht mehr hatte ich einen solchen Spaß am Motorradfahren.“


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Meinung: Guido Saliger, Chefredakteur
„Die in Japan noch immer produzierte SR400 nach Deutschland zu holen, scheint kein schlechter Einfall zu sein. Zum einen passt sie perfekt in die vom Customizing-Fieber geprägte Zeit - KEDO und Co. freuen sich. Zum anderen wird der eine oder andere in wehmütiger Erinnerung an die Jugend noch einmal schwach werden. Aber ganz bestimmt nicht auf dem Kickstarter, weil die SR mal wieder nicht wollte.“

„Denn an der SR hat sich ja wirklich nicht viel geändert. Aber das, was geändert wurde, ist zu hundert Prozent gelungen. Sich mit der SR zu versöhnen, fällt da nicht weiter schwer.“


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Test SR400

„Was Yamaha mit der SR400 getan hat, erfordert mehr als die sprichwörtlichen "großen Eier". Seit 36 Jahren haben sie das Konzept nicht nur in der Schublade, sondern auch in Produktion. Seit 1978 bieten sie in Japan die SR mit 399 ccm an, passend zur einheimischen 400er-Führerschein- und Steuerklasse. Dieses alte Ding wieder nach Europa zu bringen, ist eine wahre Wohltat. Dabei geht es nicht um Leistung, nicht um Preis und schon gar nicht um Sozia oder Tourentauglichkeit. Es geht um Ideale.“

„Wie angenehm, wenn es doch mal wieder ein Hersteller geschafft hat, konsequent einen Schritt zurück zu treten und sich das Dilemma mit Abstand zu betrachten. Genau das muss Yamaha getan haben. Und sie haben vollkommen zu recht geschlussfolgert: Altes Eisen braucht das Land. Wir schicken unsere 400er nach Europa. Danke, Yamaha.“

„Als unsere Test-SR auf den Redaktionshof rollt, bricht kollektiver Jugendwahn aus. Credo: "Ich will auch mal wieder ein Motorrad per Kick starten." Die nächsten Stunden belagern Redakteure, Produktioner, Grafikerinnen und Sekretärinnen gleichermaßen, grüppchenweise und hellauf begeistert die SR. Wer mehr als drei Tritte braucht, ist nicht uncool - nur etwas aus der Übung. Mit etwas Erfahrung springt sie neun von zehn Mal auf den ersten Tritt an. Auch der Heißstart an der Tankstelle ist kein Problem mehr.“

„Eben jene Handlichkeit ist der oberste Trumpf der superschlanken Yamaha - dank großen Lenkeinschlags und weicher Federelemente ist sie eines der besten Stadt-Motorräder, federt selbst hohe Bordsteinkanten komfortabel weg. Sie baut schmal, kommt durch jede Lücke. Egal ob zwischen Autos an der Ampel oder zwischen Fußgängern auf Parkplatz-Suche, sie passt überall durch. Engste Kurven gehen locker von der Lenkstange, ohne jeden Stress. Wegen der Sitzhöhe von 785 Millimetern kommen auch kleinere Naturen bei Stopps nie in Verlegenheit selbst unvorhergesehene Bremsmanöver sind kein Problem. Der größte und nicht zu unterschätzende Trumpf neben der Handlichkeit ist allerdings ihre Unaufdringlichkeit. Sie sieht freundlich aus, ist flüsterleise und wirkt auf Nicht-Eingeweihte schlicht wie der Oldtimer, der sie ja streng genommen auch ist. Ihr nimmt kaum ein Fußgänger die kurze Fahrt über den Gehweg übel, ist sie etwas ungeschickt geparkt, zieht sie Blicke und keinen Ärger auf sich.“

Mich hat die SR 400 im Sturm erobert. So viel Spaß hatte ich selten auf einem Motorrad. Weil es mir ein altes, reduziertes Ideal näherbringt, das ich im Programm vieler Hersteller schmerzlich vermisse. Ich will kein Auto auf zwei Rädern. Was ich will, ist ein Motorrad. Da muss ich Rahmen- und Motorkonstruktion nicht nur erleben, sondern auch sehen und verstehen. Und das ist die SR schon immer gewesen und ist sie nun auch weiterhin: ein waschechtes Motorrad im besten Wortsinn.“


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SR400 im Test

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