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Vom ersten Meter an wird aber deutlich, warum dieses Konzept so erfolgreich sein konnte....


MO_logo 09/2015

Die Jagd nach dem Bergkönig

PLUS
•    Klassisches Bigbike mit herzhaft luftgekühltem Vierzylinder
•    Mehr Drehmoment als eine Flasche Klosterfrau Melissengeist
•    Optischer Leckerbissen für junge und alte Zweiradenthusiasten

„...schwerstes Kaliber und gleichzeitig schönstes Motorrad im Vergleich ist die zeitgenössische XJR1300.“

„Ihren Platz als Bergkönigin der Herzen hat sie sich redlich verdient und musste dazu kaum Überzeugungsarbeit leisten.“

„Ihr bulliger Antritt aus dem Drehzahlkeller und die seidenweiche Laufkultur in mittleren Drehzahllagen begünstigen die genüssliche Bummeltour entlang des Alpenhauptkammes. Beim standesgemäßen Straßensurfen muss das Fünfganggetriebe nur vereinzelt betätigt werden. Ungeheuer souverän und mit einer einzigartigen Laufruhe lassen sich selbst die bescheidensten Passstraßen stressfrei erklimmen.“

„Ohne Wenn und Aber haben wir kurzerhand den Bergkönig der Herzen außerkoren. Es ist kein gewöhnliches Motorrad, wenn man ans konventionelle Tourenfahren denkt. Es war jedoch das reinste Vergnügen, mit der Yamaha XJR 1300 die Pässe unsicher zu machen und tiefenentspannt den Han entlang zu surfen. Gas rausnehmen und das pure Motorradfahren wieder entdecken.“


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XJR1300 Zonkos Attacke

„Die XJR ist der letzte Mohikaner. Der große, luftgekühlte Block, der im fünften Gang von 50 bis 220 unvergleichlich souverän und mitreißend durchzieht ist der letzte seiner Art.“

„Optisch finde ich die neue XJR sehr gelungen. Das alte Heck war zu lang und zu ausladend, das neue ist knackiger. Überhaupt, wenn man die Mini-Kennzeichenhalter aus dem Yamaha-Original- Zubehör montiert.“

„Weltklasse ist der neue Tank. In meinen Augen wunderschön geformt, an den entscheidenden Stellen verschlankt, der gewaltige Zylinderkopf kommt besser zur Geltung.“

„Wenn der 1251 Kubik große, luftgekühlte Reihenvierer zum Leben erwacht, röchelt er im Standgas aus dem Akrapovic wie ein hungriger Wolf. Was für ein verheißungsvoller Klang! Kurze Gasstöße bringen dann ein heiser fauchendes Brüllen, das direkt in den Körper des Zuhörers fährt, ohne auch nur den Hauch von Assoziationen wie brutale Aggressivität oder gar Hysterie zu transportieren. Mich versetzt dieser mächtige Sound einfach in die wilde Zeit der AMA-Superbikes.“

„Das Herausragende am XJR-Motor ist neben der Einzigartigkeit und dem Sound der fantastische Durchzug. Im fünften Gang 50 km/h zu fahren, ist überhaupt kein Problem, sondern wirklich geschmeidig. Und wenn man dann das Gas öffnet, gibt es keinen einzigen Moment des Verschluckens oder des Zögerns. Der Reihenvierer zieht einfach bis 220 km/h durch, als ob ihn nichts auf der Welt aufhalten könnte. Was für ein großartiger Schub, was für eine souverän starke Beschleunigung!“


Roadster03/2015

Test XJR1300 Racer

„Auf diese wunderbare neue Sportlichkeit, verliehen von einer herrlich geschnittenen Halbschale, musste die XJR zwanzig lange Jahre warten.“

„…wer ein authentisches Retrobike mit einem mächtigen luftgekühlten Motor, schnörkellosem Design und klassischem Fahrspaß sucht, kommt um das mit 11.495 Euro ehrlich tarifierte Big Bike nicht herum. Tüpfelchen auf dem 1 ist der schwarze Zubehör-Akra-Slip-on, der die passende akustische Note beisteuert und sportlich angefressene Naturen von einem Cup träumen lässt, in dem dicke XJRs in vergessener Superbike-Manier um Punkte, Pokale und Ehre fighten warum eigentlich nicht?“

 



MO_logo 04/2015

Test XJR1300

FAZIT:

„Wer traditionell Motorrad fahren und dabei noch gut aussehen will, sollte den Yamaha-Händler seines Vertrauens aufsuchen.“

„Liebäugelt man schon viele Jahre mit dem Feinripp-Vierzylinder und sucht keinen hypernervösen Power-Roadster, ist diese Generation des luftgekühlten Muscle Bikes möglicherweise die letzte Chance, Teil der Big Four Fangemeinde zu werden.“

„Eine Entscheidung zwischen einer der beiden Varianten würde mir schlaflose Nächte bereiten. Sie sprechen die gleiche Sprache, jedoch unterschiedliche Charaktere an. Gemütliches Big Bike oder fülliger Cafe Racer?“

„Gründe gibt es genug, sich den Reihenvierer in die Garage zu stellen. Luftgekühltes ist Stoff für Herz und Gashand. Liebhaber und Kenner sind gleichermaßen gefragt.“


PS_logo 04/2015

"Diese Wuchtbrumme wird nicht gescheucht, hier wird das Fahren zelebriert. Die feinfühlig ansprechende Gabel genießen, wie neutral die XJR in lang gezogenen Kurven ihre Bahn zieht, den Blick über die fein gezeichneten Instrumente schweifen lassen. In den Rückspiegeln ist außer den Oberarmen ohnehin nichts zu erkennen. Genießen ist im Sattel der XJR angesagt. Jetzt mehr denn je."


MotorradNews_Logo 04/2015

Fahrbericht Yamaha XJR1300 / Racer
FAZIT:
„Yamaha macht aus dem touristischen Big Bike zwei fahraktive Spaßgeräte, die aussehen wie edle Custombikes. Und bietet obendrein eine erstklassige Umbaubasis. Ein tolles Revival eines tollen Motorrades, diesmal in einer anderen Nische und mit eventuell jüngerer Käuferschaft. Kurz: Die Japaner treffen den Zeitgeist sehr exakt.“


Motorrad_Logo 06/2015

Fahrbericht Yamaha XJR 1300
GLORY DAYS


„Die Retro-Welle rollt. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wird nach Herzenslust umgebaut. Hauptsache, es trägt einen luftgekühlten Motor. Was lag da für Yamaha näher, als sich einer der dienstältesten Maschinen im eigenen Programm und Klassikers schlechthin, der XJR 1300, zu erinnern.“

„Stimmig freilich wird das Ganze erst durch feine Details wie etwa die mattschwarz gehaltene Vier-in-eins-Anlage, die adretten Öhlins-Federbeine, die gelochten, gebürsteten Lampenhalter oder die schwarz eloxierten Rasten. Fein ins Bild fügen sich dazu die DLC-beschichteten IDLC = Diamondlike Carbon) Standrohre der Telegabel. All das verleiht ihr auch etwas Vornehmes.“

"Ihren vollen Reiz offenbart die XJR also nicht, wenn man sie durchs Unterholz scheucht, sondern beim angemessen flotten Ritt, bei dem ihre feine Neutralität und das satte Fahrgefühl zum Tragen kommen. Dazu passt dann auch die leicht gestreckte Sitzposition. Man erfreut sich am bis 4000/min seidenweichen Lauf des luftgekühlten Trumms von Motor, seinem satten Grummeln und turbinenartigen Schub, der ab 2500/min einsetzt. Und am buttrigen Fünfganggetriebe - sofern Schalten überhaupt einmal notwendig wird."


Motorrad_Logo 08/2014

Vergleich Retrobikes

Yamaha XJR 1300 - das Original
„Dieses Bike verdient sich vorab eine Verneigung. Nicht weil es irgendwelche Superlative verkörpert oder Rekorde gebrochen hat, sondern weil es eine Yamaha XJR ist. Mittlerweile schon seit 19 Jahren im Programm (davon 13 Jahre als 1300er), bekommt dieses Motorrad vor Lachen fast Tränen in die Augen, wenn es den Begriff Retro-Bike hört. Schließlich pumpt sie mit ihrem sahnigen Vierzylinder-Kraftprotz seit ewigen Zeiten als echtes Original über die Straßen der Welt. Was das heißt? Als letzte Überlebende einer aussterbenden Art hält sie tapfer die Fahne der Big Bikes hoch. 1300 Kubikzentimeter Brennraum, verteilt auf vier luftgekühlte Zylinder in Reihe, das Ganze muskulös verpackt in einem stattlichen Stahlrohrrahmen: Die 90er-Jahre-Big-Bike-Ära lebt in Gestalt dieser Yamaha weiter. Gut S0, denn optisch materialisiert sich in ihr, was Menschen als Bild im Kopf haben, wenn sie den Begriff „Motorrad" hören. Okay, das mag von Generation zu Generation leicht differieren, die XJR verbindet aber zahlreiche traditionelle Elemente unterschiedlicher Epochen zu einem sinnhaften Ganzen.“

Fazit
Yamaha XJR 1300
„Als einziges Original neben den Retro-Öfen zieht die XJR die Blicke auf sich. Ein Big Bike eben, das mit tollen Details, einem druckvollen Motor und attraktiven Preis begeistert.“


Bike + Business  05/06 2013

Nackt ist es doch am Schönsten: Die Yamaha XJR 1300

„Auf den ersten Blick erinnert das Design der Yamaha XJR 1300 an die 70er und 80er. Puristisch ausgestattet, keine störenden Verkleidungen - einfach schön. Doch die Maschine hat deutlich mehr zu bieten: An erster Stelle ist da der luftgekühlte Vierzylinder-Reihenmotor zu nennen. Das quer eingebaute Aggregat ist ein echtes Kraftpaket. Aus 1.251 ccm Hubraum mit 72 kW (98 PS) schöpft es reichlich Drehmoment (108,4 Nm). Das reicht, um genussvoll durch die Landschaft zu tuckern, ohne ständig beweisen zu müssen, dass mit dem Bike mehr drin ist als gemütliches Reisen.“

„Gewicht ist sicht- und spürbar. Aber wie schon gesagt: Das muss mit der XJR nicht  sein. Dieses Motorrad strahlt eine gewisse Souveränität aus, die auch auf den Fahrer übergeht. Und so war es gar nicht schwer, das vor einer Eifeltour von der etwas vorsichtigen Sozia abgerungene Versprechen einzuhalten, nicht zu schnell zu fahren und überholende Motorräder ziehen zu lassen. Der Motor hat keine Probleme damit, die Maschine auch im fünften Gang von 50 km/h auf 100 km/h zu beschleunigen; um auf der Landstraße zügig zu überholen, muss der Fahrer nur den Gasgriff etwas mehr aufdrehen. Die Vulkaneifel rund um den Ruhrsee hat für jeden etwas zu bieten: Serpentinen mit Kehren, kurvenreiche Strecken durch Wald-, Weinbau und Feldgebiete und auch längere Geraden, auf denen man die Pferde mal schneller laufen lassen kann. Und die XJR bewährt sich in jeder Fahrsituation. Allerdings fordert sie den Fahrer, insbesondere in den schärferen Kurven. Denn es reicht oft nicht, sich mit dem über 250 Kilogramm schweren Motorrad von einer Schräglage in die andere zu begeben. Der Fahrer ist das eine oder andere mal gezwungen am Lenker mitzuarbeiten. Das stört den Fahrgenuss nicht, im Gegenteil - Man(n) freut sich, wenn er gefordert wird.“


MotorradNews_Logo  04/2013

LUFTIKUSSE - Vergleichstest Yamaha XJR1300 gegen Honda CB1100

 

„Was Dynamik und Schub angeht, lässt die XJR der CB nicht die Spur einer Chance. Beschleunigung. Durchzug, Höchstgeschwindigkeit. Leistung, Drehmoment - die Yamaha schwingt den Hammer. Beim Vergleich der Dynojet-Kurven fällt sogar auf, dass die XJR im fünften Gang zwischen 60 und 100 km/h die gleiche Hinterradleistung anlegt wie die CB im Dritten. Klartext: Zum zügigen Überholen auf der Landstraße braucht der XJR-Pilot nur einmal kurz am Griff zu drehen - der Kollege auf der Honda muss zwei Gänge runterschalten, um dranzubleiben.“

„Die Yamaha XJR 1300 macht dagegen auf Muscle-Bike. Rau, ungehobelt und mit reichlich Druck im Kessel. Eine ehrliche Haut für Freunde ewiger Werte.“

„Öhlins-Stoßdämpfer am Heck, natürlich mit schmucken Ausgleichsbehälter und dem kompletten Programm an Einstellmöglichkeiten. Und vorne ist die Gabel ebenfalls komplett einstellbar. Honda zeigt sich hier eher spartanisch. Oder wäre sparsam der passendere Ausdruck? Im Prospekt verweist man auf den Geist der guten alten Zeit. So kann man es auch nennen.“

„Die stämmige Yamaha offeriert dagegen für jede Lebenslage ausreichende 200 Kilo Zuladung.“

„Die Rollen sind in diesem Vergleich also klar verteilt. Die Yamaha XJR 1300 gibt das bärige Muscle Bike aus den wilden Achtzigern. Was ihr so gut gelingt, weil sie eigentlich genau das ist. Damit bietet sie einen authentischen Zeitsprung. Wer exakt das haben will, ist hier richtig."


Motorrad_Logo 18/2012

Test & Technik: Impressionen XJR1300

Sie besitzt Kultstatus. Ist quasi der letzte Mohikaner der luftgekühlten japanischen Big Bikes. Eine Ausfahrt mit der XJR 1300 bringt einen ins Grübeln: Braucht man wirklich diese modernen, hyperaktiven Power-Maschinen?

„Eine beruhigende Stille. Kein Auto, keine Menschenseele, kein Vogelgezwitscher weit und breit. Die Pause während der Feierabendrunde auf einer Bank mitten im Grünen ist dieses Mal eine besondere. Denn die Stille wird in unregelmäßigen Abständen unterbrochen durch Geräusche, die man von modernen Wasserkochern kaum noch kennt. Dieses unregelmäßige, feine Knistern und Tickern, das entsteht, wenn ein ungleichmäßig aufgeheizter, luftgekühlter Motor nach einer Tour allmählich wieder abkühlt, wenn sich die Verspannungen seiner Bauteile allmählich lösen. Ein Moment der Entspannung für die Maschine - aber auch für den Fahrer. Das letzte verbliebene japanische Big Bike mit luftgekühltem Vierzylinder verströmt seine Hitze in der kühlen Abendluft. Die Yamaha XJR 1300 ist ein Klassiker des Motorradbaus. Nicht, weil sie in irgendeinem Bereich den absoluten Superlativ darstellt, weil sie mit Extremen protzt. Sondern weil sie Geschichte verkörpert. Die XJR ist seit 17 Jahren im Yamaha-Programm und berichtet dir aus vergangenen Zeiten. Einfach dasitzen, das Motorrad betrachten, dem Knistern an allen Ecken und Enden lauschen - das ist Balsam für die Seele. Erinnerungen an die gute alte Zeit? Nun, früher war definitiv nicht alles besser, aber manches vielleicht einfacher, schöner, sinnlicher. Sehr puristisch steht die Yamaha da, stellt ihren verrippten Motor elegant in den Wind und die Stereo-Federbeine selbstbewusst zur Schau.“

„Seht her, so schlicht und klar muss ein Motorrad aussehen, vermeint man ihrem Blick aus dem klassischen Rundscheinwerfer entnehmen zu können. Vier luftgekühlte Zylinder in Reihe, quer eingebaut, das haben die Japaner perfektioniert. Diese Konfiguration war jahrzehntelang das Patentrezept für Erfolg, stand für den fulminanten technischen Fortschritt der Motorradszene. Doch heute gehören alle luftgekühlten Bikes aufgrund immer strenger werdender Abgas- und Geräuschbestimmungen auf die Liste der bedrohten Arten. Als die XJR 1995 mit 1200 cm debütierte, hatten Hondas CB1000 und Kawasakis Zephyr 1100 längst die Renaissance klassischer Big Bikes eingeleitet. Nach Vorbild der XS 1100 aus dem Jahre 1977 legte Yamaha ein Rundinstrumente und Kilometerzähler sind gut ablesbar auf die wesentlichen Eigenschaften reduziertes Motorrad nach und traf damit den Geschmack von Zehntausenden. Schön, dass Yamaha im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern den Versuchungen widerstand, diese Maschine technisch und optisch zu modernisieren. Klar, solche Zugeständnisse wie die 2007 eingeführte Einspritzung und ein G-Kat mussten sein - taten aber auch nicht weh. Das zeitlose Design fesselt die Blicke bis heute, verkörpert den materialisierten Kern des Motorradfahrens. Die puristische Formensprache, gepaart mit einem 1300-Kubikzentimeter-Kraftprotz, der fleißig Drehmoment an die Kurbelwelle schaufelt. Das begeistert - ganz unabhängig davon, ob der Fahrer das Motorrad betrachtet oder auf der komfortablen Sitzbank Platz genommen hat.“

„So, genug Pause gemacht und philosophiert. Der Anlasser muss sich hörbar anstrengen, das abgekühlte Triebwerk wieder anzuwerfen. Der fette Reihenvierer verwöhnt nach dem Losfahren mit seidenweichem Lauf - allerdings nur bis 3000 Umdrehungen. Darüber teilen sich dann vor allem im Schiebebetrieb hochfrequentierte Vibrationen über die lenkerenden und Fußrasten mit, die ungefiltert in den Körper des Fahrers eindringen. Wahnsinn, wie das kribbelt! Ob das vielleicht die Good Vibes der Siebzigerjahre sind? Zumindest lassen die Kolben mit 79er-Bohrung keinen Zweifel über ihre Potenz aufkommen, wollen mit Respekt behandelt werden. Den bärigen Hubraum unterstreicht die Vier-in-eins-Anlage, die in niedrigen Drehzahlen anständig fauchend, bei erhöhter Schlagzahl herrlich kreischend jubiliert. Kein unangenehmer Krawall, aber für heutige Geräuschvorschriften eine deutliche Ansage. Fast wie früher, könnte man hinzufügen und den Blick erneut in die Historie lenken. Klar, Schalldämpfer durften früher weniger Volumen haben, der aktuelle XJR-Topf erinnert ein wenig an ein Ofenrohr. Immerhin ist er mit seiner rau-glänzenden Oberflächenstruktur erstklassig verarbeitet.“

„Man spürt, dass dieses Motorrad einfach überall gut ankommt. Aufsehen erregt und fasziniert. Viele fein gemachte Details tragen dazu bei. Selbst so profane Dinge wie die Motorhalterungen am stählernen Doppelschleifenrahmen sind hübsch und wertig verarbeitet. Details, an denen man sich erfreut. Da kann man einen gewissen Besitzerstolz bei XJR-Fahrern durchaus nachvollziehen. Gut fürs Ego, das macht aber auch gelassen. Eine Souveränität, die sich dem hektischen Streben nach dem Besseren, etwa nach mehr Leistung oder weniger Gewicht, entzieht.“

„Diese Maschine ist schwer, nämlich satte 251 Kilogramm - und das ist gut so. Man sieht die Kilos förmlich, und man spürt sie. Hier muss der Fahrer noch richtig am Lenker arbeiten, um das Trumm von einer Seite auf die andere umzuklappen. Dieses Motorrad verführt definitiv nicht zum Rasen. Lieber auf der vorvorletzten als auf der letzten Rille unterwegs sein, sanft durch die Landschaft gleiten, die Straße durchaus flott, aber genussvoll auflesen. Sollen die anderen doch Rennen fahren. Zügiges Tempo ist aber keineswegs verboten, das Motorrad liegt trotz der alten Dunlop Sportmax D252 erstaunlich satt auf dem Asphalt.“

„Aber hey, wen stört das wirklich? Die 1300er ist schließlich ein Big Bike und möchte auch als solches wahrgenommen werden. Hoppla, einen Augenblick mit den Gedanken woanders, und plötzlich kreuzt ein Traktor die Straße. Nicht zu lasch, aber auch nicht zu giftig beißen die R1-Zangen in die Scheiben. Mit klarem Druckpunkt und guter Dosierbarkeit sind vorzügliche Verzögerungsleistungen drin, nichtsdestotrotz stünde ein ABS bei der nächsten Evolutionsstufe ganz oben auf der Wunschliste. Aber ob es eine Fortsetzung geben wird? Lässt man sich auf die Eigenheiten der Yamaha ein, versucht ihr Wesen zu verstehen und akzeptiert ihre retrospektive Modernität, dann ist sie ein Seelenschmeichler, ein fahrendes Genussobjekt. Ruhe und Gelassenheit, und trotzdem Souveränität und viel Drehmoment: Das sind Merkmale, die sie einzigartig machen. Man stelle sich dieses Motorrad einmal ohne Kühlrippen vor, dafür mit einem breiten, vor dem Bug platzierten Wasserkühler. Das wäre die mutwillige Zerstörung eines Kunstwerkes. Wie sinnflutend Motorradfahren sein kann, das zeigt die Yamaha par excellence. Sie verkörpert die klassische Interpretation eines Big Bikes nicht nur hinsichtlich ihres Designs, sondern auch ihres Charakters. Bleibt zu hoffen, dass sie uns in Zukunft noch ein wenig begleiten darf. Andernfalls wäre es schade - nicht nur um das wohlige Knistern nach der Feierabendrunde.“


Motorradfahrer-Logo 08/2010 Vergleichstest

„Vom ersten Meter an wird aber deutlich, warum dieses Konzept so erfolgreich sein konnte. Druckvoll und trotzdem extrem geschmeidig schaufelt das sonor brummende Triebwerk die Kraft ans Hinterrad, seit 2007 mit insgesamt drei Kats, einspritzung und 4-1-Auspuffanlage inklusive elektronischer Klappensteuerung auf Euro 3 getrimmt. Die Ungereimtheiten einiger Zweizylinder, gern als Charakter umschieben, die den Umgang mit ihnen erschweren, gibt es nicht.“

"Der mächtige Four outet sich gern auch als Seelenbalsam für den Fahrer."

„Obwohl der mächtige Vierzylinder, der deutlich mehr als die versprochenen 98 PS auf die Prüfstandsrolle drückt, mit satten 1251 Kubik jederzeit im Stande ist, dir die Arme lang zu ziehen und dich mit Vehemenz von einer Kurve in die nächste zu katapultiern, outet er sich gern als des Fahrers Seelenbalsam. Kein anderer Motor des Testquintetts verführt so zum relaxten Dahingleiten. Alles aus dem rechten Handgelenk im großen Gang des exakt zu schaltenden Fünfganggetriebes, keine Hektik, kein tricksen mit Kupplung und Gasgriff. Mustergültig mit butterweichen Übergängen arbeitet die pro Zylinder mit je zwei Drosselklappen ausgestattete Einspritzanlage. Dieses Gefühl von Souveränität wird unterstützt von einer superben Laufkultur. Dank der in Gummilagern ausgeführten Motoraufhängung dringen nie Vibrationen zum Fahrer durch, zumal Rasten und Lenker ebenfalls schwingungsentkoppelt sind. Zu diesem komfortbetonten Charakter passt denn auch bestens die Abstimmung des Fahrwerks. Mussten sich frühere XJR-Modelle Schelte wegen bockiger Federbeine im Heck gefallen lassen, sind die voll einstellbaren Stereo-Dämpfer des aktuellen Modells geneigt, aus üblem Eifelacker ein Kuschellandschaft zu zaubern“

„Aber die XJR mit ihren vergleichsweise schlanken 248 Kilo macht nicht nur wegen ihres soliden Geradeauslaufs auf der Autobahn, sondern selbst auf trickreichen Landstraßen jede Menge Spaß und lässt einen ausgesprochen flotten Stiefel zu. Und das, obwohl die Serienpneus nicht hundertprozentig neutral ums Eck marschieren. Damit die flüchtig-schnellen Momente mit der XJR sich ebenso sicher meistern lassen, wie das relaxte Dahingleiten, hat Yamaha der XJR1300 eine Vorderradbremsanlage mit auf den Weg gegeben, die an jeden lupenreinen Sportler passt. Die einteiligen Vierkolben-Festsättel an der Front benötigen den mit Abstand geringsten Kraftaufwand des Testquintetts. Eine fein dosierbare, transparente Verzögerungseinrichtung, die den Titel Zweifingerstopper wirklich verdient.“

„Hoffen wir, dass der Hersteller mit der XJR noch lange die Kultur der Luftkühlung mit vier Zylindern pflegt. Ohne sie wäre der Motorradmarkt um wesentlich mehr als nur um ein Modell ärmer.“