V-max: eine Klasse für sich

V-max: eine Klasse für sich

Die einzigartige V-max hat sich mit ihrem gewaltigen V4 in den Motorrad-Himmel katapultiert. Die Väter der Kult-Maschine lassen die Entwicklungsgeschichte noch einmal Revue passieren.

Mr. Araki is General Manager of Yamaha motorcycle operations in Japan. In 1984 he was project leader of V-max.Herr Araki ist General Manager der Yamaha Motorradabteilung in Japan. 1984 war er Projektleiter für die V-max.

1984: Debut in Las Vegas
Herr Araki erinnert sich: "Die V-max wurde erstmals auf der Händlertagung in Las Vegas im Oktober 1984 präsentiert und sollte ab 1985 auf dem US-Markt angeboten werden. Ihre Beschreibung war so einfach wie wirkungsvoll: American Hotrod. Mit ihrem sensationellen Styling setzte sie sich von den typischen amerikanischen Motorrädern dieser Zeit deutlich ab. Damit war die V-max der Star auf der Händlertagung."

Der 1200 cm3 V4 mit 145 PS verschaffte der V-max das Potenzial, zur spurtstärksten Serienmaschine aller Zeiten aufzusteigen. Schon bald nach der US-Einführung drängten auch europäische Journalisten und Kunden darauf, die V-max auf dem alten Kontinent anzubieten.

Herr Araki: "Ich muss zugeben, dass wir von der breiten Zustimmung sowohl in Amerika als auch in Europa einigermaßen überwältigt waren."



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Das Konzept: Die stärkste V4-Maschine
Viele Motorsportfans begeistern sich für die enorme Durchzugskraft großvolumiger V8-Motoren. Als sich Yamaha dazu entschloss, ein Motorrad mit dem Image eines V8-Hotrod zu bauen, hatte man auch die professionellen Drag Races im Visier. Damit war die Entwicklung der V-max beschlossene Sache. Das Konzept war klar und einfach definiert: Es galt, die stärkste V4-Maschine zu bauen.

Herr Araki erinnert sich: "Als ich die USA besuchte, um die Marktchancen auszuloten, hat mich ein Ereignis tief beeindruckt. Es war das ‚Bridge Race'. Bei dieser Veranstaltung traten zwei Motorräder gegeneinander an, um über eine 400 Meter lange Gerade zu beschleunigen. Die jungen Leute waren vom Zero 4 Rennen begeistert (Zero 4 war nicht der offizielle Name des Rennens, sondern die interne Bezeichnung der Yamaha Entwicklungsabteilung). Ort der Veranstaltung war eine Brücke über den Mississippi. Die Teilnehmer starteten am Anfang der Brücke und katapultierten sich zum gegenüber liegenden Ufer - einfacher konnte das Reglement nicht sein. Damals entwickelte ich die Idee von einem Motorrad, das auf geraden Strecken besonders stark und schnell sein sollte. Das V-max Konzept war geboren."



1984: an early rendering sketch from GKDI design in Santa Monica1984: Ein früher Entwurf der GKDI Design Company in Santa Monica

Ein Monat in Abgeschiedenheit
Das Bridge Race immer noch vor Augen, bezog Herr Araki ein Arbeitszimmer bei der GKDI Design Company in Santa Monica, Kalifornien. Dort war die amerikanische Yamaha Design-Zentrale beheimatet. Zusammen mit den Kollegen Ashihara (Motor) und Kurachi (Chassis) arbeitete er einen knappen Monat daran, seine Vorstellungen zu fixieren. Unterstützung erhielt das Team von Ed Burke, dem Leiter der Produktplanung bei Yamaha US. Nach intensiven Studien war der Entwurf im Maßstab 1:1 fertig gestellt. Unmittelbar danach flog man nach Japan zurück, um das Konzept zu präsentieren.



Technische Daten

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