YZF-R1: Traktionskontrolle mit Wurzeln im Rennsport

YZF-R1: Traktionskontrolle mit Wurzeln im Rennsport

„Im Rennsport hat sich die Traktionskontrolle bewährt. Deshalb haben wir vor einiger Zeit damit angefangen diese Technik für Straßenmotorräder weiter zu entwickeln, “ erklärt Produktplaner Oliver Grill. „Die Technik hilft einem dabei, schneller fahren zu können. Egal ob man ein Rennprofi ist oder nicht, wenn man sich weniger auf die Haftfähigkeit des Hinterrad Reifens konzentrieren muss, kann man sich mehr auf das Fahren konzentrieren.“

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Schneller werden
Projektleiter Shin Yokomizo bestätigt: „Das TCS erlaubt es dem Fahrer eine neue Dimension beim Kurvenfahreren auf der Rennstrecke zu erleben. Die meisten Motorradfahrer haben eine natürliche Barriere hinsichtlich Geschwindigkeit und Schräglage. Damit bleiben sie meist unter den Möglichkeiten einer modernen Supersport Maschine. Das TCS erlaubt es sich dieser Grenze schrittweise zu nähern. Wir haben absichtlich eine ziemlich breite Abstimmung gewählt, sodaß der Fahrer in verschiedenen Schritten lernen kann und immer das richtige Gefühl dafür hat was gerade passiert“.

Oliver fügt an: „ Ein Licht im Cockpit zeigt an, wenn das System eingreift, das gibt also gleich ein optisches Feedback. Es gibt Fahrer, die  glauben am Limit zu sein, aber das TCS zeigt Ihnen wenn das nicht der Fall ist. Andere sind am Limit und merken es nicht, da passiert das gleiche! Bei Rennstrecken Runden fangen die meisten Fahrer mit Level 6 oder 5 an, wobei das System dann sehr früh eingreift. Mit der Rückmeldung der Cockpit Anzeige kann sich der Fahrer besser auf ein rutschendes Hinterrad einstellen, es sogar vorhersehen. Schrittweise werden die meisten auf der Rennstrecke schneller und ändern die Abstimmung des TCS dann entsprechend. Es ist erstaunlich, wie das System dabei hilft seine Fahrkünste zu verbessern!“

Motor: Kurbelwelle mit unregelmäßigen Hubzapfenversatz und Zündung
Shin meint:  „Wenn man ein gutes Gefühl für die Traktion hat kommt man aus Kurven schneller heraus und ist damit auf der folgenden Geraden auch schneller. Unser Motor ist darauf ausgelegt. Die ungleichmäßige Zündfolge stammt aus dem Moto GP Rennsport und erlaubt ein besseres Gefühl für den Motor. Man merkt förmlich wie das Hinterrad auf den Motorschub reagiert.“

Oliver meint dazu:  „Die R1 ist eine echte Fahrmaschine. Spitzenleistung ist dabei nicht das oberste Entwicklungsziel. Wir konzentrien uns mehr auf Fahrbarkeit und Traktion in Schräglage. Denn das ist es, was einem im wirklichen Leben schnell macht. Überdies gilt die R1 deshalb als beste Basis für Rennsport auf hohem Niveau. Mit dem Motorrad gewann Yamaha auf Anhieb im ersten Jahr die World Superbike Meisterschaft mit Ben Spies und der R1 sind seither die vorderen Plätze nicht mehr streitig zu machen.“

Er fährt fort: „ Der Motor mit seiner charakteristischen Kurbelwelle und der unregelmäßigen Zündfolge hat bewiesen, dass diese Technik einen Vorteile bietet. Wir sind von dieser Konstruktion überzeugt. Unsere Kunden auch, der Sound ist fantastisch und sowohl im Rennsport als auch unter normalen Bedingungen auf der Straße hat man immer ein tolles Fahrgefühl. Die meisten Motorradfahrer die eine R1 ausprobiert haben werden vermutlich die Maschine als das schnellste und am leichtesten zu fahrende Motorrad im Feld der Supersportler einordnen.“

Weitere Verbesserungen
Verbesserungen der 2012 er R1 sind:
• Optimiertes Mapping der Motorsteuerung für bessere Leistungsabgabe in unteren und mittleren Drehzahlbereich
• Eine leicht abgeänderte Frontverkleidung mit neu positioniertem LED Standlicht und neuer Look
• Enger anliegende kompaktere Endkappen und Abdeckungen der hinteren Schalldämpfer
• Gabelbrücken mit neuen geschlitzten Design, optimiert hinsichtlich Steifigkeit (mit Erfahrungen aus der M1 MotoGP Maschine)
• Neue Fußrasten mit verbessertem Gripp

Hier der Pressetext zum Download.

Die Zukunft der Supersportler
„Supersport Maschinen sind immer extremer geworden und sind zunehmend auf Rennstrecken Gebrauch abgestimmt“, sagt Oliver. „Aber die Elektronik erlaubt dies und löst Widersprüche auf. Yamaha ist sich dessen bewusst und setzt deshalb Systeme wie YCC-I, YCC-T und TCS ein, die alle aus dem MotoGP Sport kommen. Aber es ist nicht die Macht der Technik, die einen Fahrer schneller macht. Es geht darum, wie man die Systeme abstimmt. Dabei sind oft die einfachen Lösungen die besseren. Zu viele Sensorik bringt nichts, wenn man am Ende des Tages damit keine Rennen gewinnen kann. Man muss sich die richtigen Kennfelder herauspicken und dann die richtige Abstimmung ableiten. Yamaha hat da sehr viel Erfahrung. Ansonsten könnten wir nicht Rennen gewinnen und gleichzeitig normale Serienmaschinen auf ein so hohes Niveau bringen.“



Technische Daten

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