FJR 1300 AS: mit dem Finger unter Kontrolle

FJR 1300 AS: mit dem Finger unter Kontrolle

Die FJR1300AS besitzt zwei zusätzliche technische Besonderheiten verglichen mit der Standard FJR1300A, die wir in einem anderen Artikel vorgestellt haben. Wir beleuchten die Hintergründe.

2013_FJR1300AS_Sport Touring_Shifters on the handlebar_02 from 236-532727 (gc_single_col)Schalteinheiten am Lenker
2013_FJR1300AS_Sport Touring_YCC-S_06 from 236-532690 (gc_single_col)YCC-S
2013_FJR1300AS_Sport Touring_Upside down front fork_04 from 236-532678 (gc_single_col)Upside Down Gabel
2013_FJR1300AS_Sport Touring_Fun to ride_14 from 236-532721 (gc_single_col)Fahrspaß
2013_FJR1300AS_Sport Touring_Controlling the shifting_06 from 236-533811 (gc_single_col)Der Schaltvorgang
„Die AS Version ist unser Flaggschiff, bei dem die Einheit Mensch - Maschine noch direkter ist“, sagt Oliver Grill von Produktplanung. „Schalten mit den Fingern geht schneller als auf traditionelle Art mit dem Fußhebel, Mit der elektronischen Fahrwerksverstellung kann man das Fahrverhalten einfach auf die jeweilige Situation abstimmen.“

Die sichtbaren Unterschiede zwischen der AS Version und der normalen FJR beschränken sich auf die kleinen Details:
  • Anstatt des Kupplungshebels, kleine Schalteinheiten am Lenker
  • Der YCC_S Kontoll Mechanismus am Motor
  • Upside Down Gabel

 
Aber beim fahren gibt es einen großen Unterschied. Nun ein Blick auf die  beiden Kern Technologien der AS Version:


1. YCC-S der zweiten Generation
YCC-S ist der Ansatz von Yamaha für das elektronische Schalten. Manuelles Schalten ist dabei jederzeit möglich über die am Lenker angebrachten Schaltwippen oder auf traditionelle Weise mit dem Fußschalthebel. Beides funktioniert jederzeit unabhängig voneinander.
Das System agiert nun wesentlich schneller und sanfter gegenüber dem System der ersten Generation: Es ist jetzt mit der elektronischen Drosselklappe (YCC-T) in einer Weise syncronisiert, welche die Motorendrehzahl aktiv in den jeweiligen Schaltprozess miteinbezieht.
Das funktioniert folgendermaßen: Die elektronische Drosselklappe senkt die Motorendrehzahl beim Hochschalten, beziehungsweise hebt sie beim Herunterschalten im Bruchteil einer Sekunde, exakt in dem nun sehr schmalen Zeitfenster zwischen Auskuppeln und Schaltvorgang - Ein Vorgang der in dieser Präzision und Geschwindigkeit manuell nicht nachzuvollziehen wäre.
 
„Besonders erfahrene Piloten werden merken, dass es Spaß macht“, meint Oliver. „Der Schaltvorgang ist fürs Fahrgefühl und den Fahrspaß sehr wichtig und den Kupplungshebel jedes Mal dabei zu ziehen ist eigentlich eine unnötige und zeitraubende Angelegenheit. Nicht umsonst schaltet man bei Rennmotorädern ohne Kupplungsbetätigung.“
Das System hat einen optionalen ‚Stop-Modus‘ der dafür sorgt, dass bei Stillstand automatisch bis in den ersten Gang geschaltet wird.
Die automatische Kupplung wurde dahingehend überarbeitet ein wesentlich sanfteres und gefühlvolles Anfahren zu ermöglichen.

Was sind die Vorteile des YCC-S?
· Schneller Schaltvorgang per Hand ohne Kupplungsbetätigung
· Einfaches und komfortables  und gleichzeitig sportliches Schalten durch Interaktion mit Motor
· Beschleunigen aus dem Stand einfach gemacht, dank automatischer Kupplung
· Keine Probleme mit absterbendem Motor z.B. im Stadtverkehr.
 


2013_FJR1300AS_Sport Touring_Electronic suspension adjustment_07 from 236-532654 (gc_single_col)Elektronische Federungsverstellung
2013_FJR1300AS_Sport Touring_CAD_09 from 236-532642 (gc_single_col)FJR1300AS - CAD
2013_FJR1300AS_Sport Touring_Electronic suspension adjustment_08 from 236-532660 (gc_single_col)Elektronische Federungsverstellung

2013_FJR1300AS_Sport Touring_FJR1300AS_02 from 236-532568 (gc_single_col)FJR1300AS

2. Elektronische Federungsverstellung
Manager der Produktplanung Naoki Koike fragt: „Wie oft nimmt man sich eigentlich Zeit die Federung am Motorrad zu verstellen? Viele Fahrer machen gar nichts mehr, nachdem die Maschine einmal mit einer ‚Durchschnitts Einstellung‘ versehen wurde, die dann verschiedene Situationen befriedigen soll. Vielleicht ändern einige dann die Einstellungen für eine längere Urlaubsreise, behalten diese dann wieder eine ganze Zeit lang so zu bei. Unser neues System hingegen macht die Einstellung der Federelemente leicht und bequem mittels des Schalters am Lenkerende möglich. Man kann also die Fahreigenschaften sehr einfach beeinflussen.“


Wie funktioniert das? 

  • Zunächst gibt es vier Einstellungen für Beladung:
    - ‚Nur Fahrer‘
    - ‚Nur Fahrer mit Gepäck‘
    - ‚Fahrer und Sozius‘
    - ‚Fahrer und Sozius mit Gepäck‘
  • Dabei werden die Federvorspannung der Hinterradfederung sowie die Dämpfung in Gabel und Hinterradfederung angepasst.
  • Dann hat man bei der Dämpfercharakteristik die Wahl zwischen den Einstellungen ‚Weich’‚ ‚Standart‘ und ‚Hard‘ für die Dämpfungseinstellung in jeder der verfügbaren Ladungseinstellungen.
  • Bei Bedarf kann man die Dämpfung in den jeweiligen Grundeinstellungen Weich/Standart/Hart weiter in Feinabstufungen von -3 bis +3 anpassen.

  • Testfahrer Jeffry de Vries urteilt: „Wir haben viele verschiedene Einstellungen getestet und haben herausgefunden, dass diese vier Modi die Realität am besten widerspiegeln. Man merkt deutliche Unterschiede zwischen den Einstellungen und man kann dann zusätzlich für jede der Modi noch die Dämpfung an persönliche Vorlieben anpassen!“
    Mit diesem System kann man das Motorrad an die verschiedenen Ladezuständen, die Fahrbahngegebenheiten und seinem persönlichen Geschmack anpassen, sportlich wenn man möchte oder eher komfortabel, wenn einem danach ist. Und das ohne sich die Finger schmutzig zu machen…


Technische Daten

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